Romören siegt im ersten Einzelspringen

28. November 2009, 18:07
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Loitzl landet auf drittem Platz, Kofler auf dem siebenten - Ammann, Schlierenzauer und Morgenstern unter Geschlagenen

Kuusamo - Wolfgang Loitzl hat sich am Samstag den Lohn für seine Beständigkeit in Kuusamo abgeholt. Der Steirer landete in der ersten Saison-Konkurrenz zum Skisprung-Weltcup an der dritten Stelle, 9,4 Punkte hinter dem norwegischen Sieger Björn Einar Romören. Ungeachtet der schwierigen, wechselnden Bedingungen flog der Tourneesieger zweimal auf 136,5 Meter, nachdem er schon am Vortag im Teambewerb Drittbester gewesen war und auch im Training stets überzeugt hatte. Für Pokalverteidiger Gregor Schlierenzauer (124/132 m) blieb hingegen wegen Fehlern und Windpech nur Rang 19.

Normalschanzen-Weltmeister Loitzl hat endgültig bewiesen, dass er seine gute Form der vergangenen Saison konserviert hat. "Es waren sicher zwei gute Sprünge", sagte der 29-jährige Mitterndorfer. "Aber im zweiten Durchgang hatte ich wegen des Windes Probleme über dem Vorbau und habe versucht, noch alles herauszuholen. Es hätte noch besser sein können, aber ich bin zufrieden." Für die nächsten Bewerbe traut sich der Tourneegewinner, der nur 0,3 Punkte hinter dem deutschen Überraschungsmann Pascal Bodmer lag, durchaus mehr zu. "Ich glaube fest, dass ich auch gewinnen kann."

Andreas Kofler war es zu verdanken, dass ein zweiter Österreicher in den Top Ten landete. Der Olympia-Zweite von 2006, der eine längere Durststrecke hinter sich hat, bestätigte als Siebenter (129/141 m/) seine Aufwärtstendenz. "Der Winter ist lang, für den Anfang bin ich einmal zufrieden. Denn es waren schwierige Bedingungen", erklärte der Tiroler. Martin Koch, der im Teambewerb am Freitag nicht zum Einsatz gekommen war, bewies nach problematischer Vorbereitung als Elfter gute Form, Manuel Fettner wurde 16.

Schlierenzauer musste im Finale ungewohnt früh vom Bakken und schließlich zu Beginn seiner vierten Weltcup-Saison das schlechteste Resultat (ex aequo mit Oslo im März 2007) zur Kenntnis nehmen. "Mein erster Sprung war nicht gut und der zweite auch nicht besonders. Und wenn man auch mit dem Wind kein Glück hat, summieren sich die Dinge", meinte der Skiflug-Weltmeister und Rekordgewinner der vergangenen Saison. Da hätte auch die Windregel, die am Saisonende bei sieben Bewerben getestet wird, nichts geändert. "Wenn die Leistung nicht passt, kann der Schuss schon nach hinten losgehen." Enttäuscht war der 19-Jährige dennoch nicht. "Ich weiß, dass es schon in Lilehammer anders ausschauen wird."

Thomas Morgenstern (125/130 m) haderte unmittelbar nach seinem zweiten Sprung mit der letzten Phase vor dem Ablassen. Da bekam er wegen unklarer Anweisungen des Startrichters Stress und fand nach einer Unterbrechung auch noch eine langsame Spur vor. "Ich war einen km/h langsamer, ich find's nicht fair", meinte der 23-jährige Kärntner. "Denn meine Sprünge waren nicht so schlecht." (APA)

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    Björn Einar Romören war für den Auftakt am Besten gerüstet

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