Industrielle kauften Constantia

27. November 2009, 20:07
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Kaufpreis 30 Millionen Euro - Neustart als klassische Privatbank geplant

Wien - Die Constantia Privatbank geht, wie in einem Teil der Freitag-Ausgabe berichtet, an ein Konsortium von Industriellen, allen voran Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner und Alain de Krassny, bisher Vorstandschef und künftig Aufsichtsratschef der Donau Chemie. Geführt wird die Gruppe vom Sanierer Erhard Grossnigg und der jüngst gegründeten Investmentgesellschaft Petrus Advisers von Klaus Umek und Johannes Meran.

Kaufpreis 30 Millionen Euro

Der Kaufpreis soll 30 Mio. Euro ausmachen, weitere 30 Mio. fließen zur Kapitalstärkung in die Bank. Der unterlegene Bieter Willi Hemetsberger soll zwar einen ähnlichen Betrag geboten, die Summe aber nicht ad hoc aufgebracht haben. Übernommen wird nur die Kapitalanlagesellschaft und das Fondsgeschäft, also die "good bank". Das Institut soll jedenfalls wieder eine klassische Privatbank werden. Durch die vielen Bankenfusionen vergangener Jahre gebe es für Nischenanbieter wieder genug Potenzial, wird argumentiert.

Sitz der Bank soll die Wiener Bankgasse bleiben. Allerdings mit einem neuen Mietvertrag seitens der Immofinanz. Denn derzeit zahle die Bank der Immofinanz 75 Euro/m2, was deutlich über dem Marktniveau liege, wie es heißt. Der Zweier-Vorstand soll um eine Person aufgestockt werden.

Ob die ehemalige Turnauer-Bank ihren Namen Constantia behalten wird, sei von der Entscheidung eines Schiedsgerichts abhängig. Das wurde von einem Zweig der Familie Turnauer eingesetzt. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.11.2009)

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