Volatilere Zeiten

27. November 2009, 19:41
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Ein Kommentar von Raiffeisen Research

USA

Feiertagsbedingt fiel die Entwicklung an der Wall Street in der abgelaufenen Woche eher ruhig aus, ehe die Umstände um den Fall "Dubai" am Freitag dann für einen deutlichen Abverkauf sorgten. Dies machte den Investoren einmal mehr bewusst, dass noch viele Risiken auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen globalen Wirtschaftserholung warten. Mehr Aufschluss über den Zustand der US-Wirtschaft werden in dieser Woche schon wichtige Konjunkturvorlaufindikatoren
(ISM-Indizes) und der Arbeitsmarktbericht bringen.

Insbesondere im Hinblick auf das erste Quartal erwarten wir hier zusätzlichen Druck auf US-Aktien ausgehend von einer Eintrübung der konjunkturellen Dynamik. Angesichts der nun erreichten Kursziele ändern wir unsere Empfehlung auf "Halten", gleichwohl der Jahresausklang durchaus noch freundlich verlaufen sollte.

Europa

Nachdem zuletzt schon Sorgen um die Eigenkapitalausstattung des europäischen Finanzsektors ein wenig auf der Stimmung lastete, waren schließlich und endlich die Zweifel an der Finanzkraft Dubais Auslöser für kräftige Kursverluste an den europäischen Aktien märkten. Dementsprechend kamen speziell die europäischen Finanztitel unter Druck, die nicht unbedeutend in der Region engagiert sind. Obwohl dieses Thema unserer Meinung nach die
Märkte noch eine Weile beschäftigen wird, gehen wir davon aus, dass höhere Kursstände bis Jahresende erreicht werden können.

Unbedingt sollte man sich in den kommenden Monaten jedoch auf volatilere Zeiten einstellen, wobei deutliche Kursabschläge vor allem mit Beginn des neuen Jahres zu erwarten sind. Vorerst behalten wir unsere "Kauf"-Empfehlung aber noch bei.

Japan

Der Yen auf einem 14-Jahreshoch gegenüber der US-Leitwährung bedeutet im Umkehrschluss wenig Gutes für die exportorientierte japanische Unternehmenslandschaft. Dementsprechend musste auch der Nikkei 225 in der abgelaufenen Woche wieder Federn lassen. Zwar sind japanische Aktien relativ gesehen günstig bewertet,
insgesamt spricht aber derzeit wenig für diesen Markt.

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