Gegenkandidatin

27. November 2009, 19:15
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Heinz Fischer hat sich einen qualitätsvollen Konkurrenten verdient

Das Amt des Bundespräsidenten kann sehr einsam sein. Besonders wenn zur Wahl kein Gegenkandidat/keine Gegenkandidatin antritt. Heinz Fischer rechnet zwar damit, dass noch wer aufgestellt wird, aber die Frage ist, von welcher Qualität. Richard Lugner? Barbara Rosenkranz? Die Krone pusht die FPÖ-Politikerin seit Wochen auf der Leserbriefseite. Wäre interessant, wenn sie mit ihrem rechtsextremen Gemahl und zehn Kindern mit Vornamen aus den germanischen Heldensagen auftritt.

Nein, Fischer hätte sich qualitätsvollere Konkurrenten verdient. Josef Pröll überlegt noch, wie er aus der Bredouille herauskommt, in die ihn Onkel Erwin mit seiner "Ich bin da/Ich bin weg" -Kandidatur hineingeritten hat.

Eine Möglichkeit, die Erstarrung und Verkrustung der politischen Landschaft aufzubrechen, wäre es, wenn aus der Bürgergesellschaft ein jüngerer Kandidat, besser eine Kandidatin, käme, die aufgrund seiner/ihrer Persönlichkeit ein achtbares Ergebnis erzielt - und damit vielleicht die Grundlage für eine weitere politische Karriere legt. Alles über zehn Prozent wäre schon ein Erfolg. Jedenfalls wäre es ein Lebenszeichen einer lebendigen Demokratie. (Hans Rauscher/ DER STANDARD, 28.11.2009)

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