NetJets sieht großes Potenzial in Österreich

27. November 2009, 17:21
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Derzeit hat das Unternehmen von Warren Buffett 30 Kunden in Österreich, 200 sollen es bald sein

Wien - In Österreich stehen, verglichen mit anderen Ländern, überdurchschnittlich viele Privatflieger. An die 2000 derartiger Flugzeuge soll es geben, weit mehr als in der Schweiz, sagt Peter Zuppinger, Europa-Chef von NetJets. Derzeit hat das Unternehmen von Warren Buffett 30 Kunden in Österreich. Ziel sei es, ähnlich viele Kunden wie in der Schweiz, nämlich 200, zu gewinnen.

NetJets ist ein Betreiber von Business-Jets. Wer mit den Fliegern abheben will, muss Teileigentümer werden. Diese kaufen einen Anteil an einem Jet, wobei die Höhe von der Anzahl der benötigten Flugstunden abhängt. Ein Sechzehntelanteil entspricht 50 Flugstunden. Wer weniger fliegt, steigt mit dem Kartenprogramm ein. Die Flugstunden müssen innerhalb eines Jahres abgeflogen werden. Ein Sechzehntelanteil am kleinsten Flieger, einer Hawker 400, kostet 400.000 Dollar (269.000 Euro), exklusive Betriebskosten. NetJets garantiert innerhalb von zehn Stunden die Bereitstellung des Fliegers. Außerdem kümmert sich Netjets Europa um die Besatzung, den Flugplan, die Abfertigung und die Wartung.

2008 hat NetJets 2000 Flüge von und nach Österreich durchgeführt. Nun soll die Präsenz in Österreich ausgebaut werden. Zuppinger ortet das Potenzial des heimischen Marktes vor allem in Richtung Osteuropa. Seit Beginn der Wirtschaftskrise verlor das Unternehmen zwar 15 Prozent Kunden. Weil man im gleichen Ausmaß neue Kunden gewinnen konnte, blieb der Anteil mit weltweit 1600 aber stabil, so Zuppinger. Derzeit sind 150 Flieger in Betrieb. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.11.2009)

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    Warren Buffett hat NetJets über seinen Fonds Berkshire Hathaway 1998 für umgerechnet 487 Millionen Euro erworben.

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