Länder wollen Pflichtschullehrer im Landesdienst

27. November 2009, 14:23
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Niessl: Landeshauptleutekonferenz einig - Klassenschülerhöchstzahl 25 als "Pflichtwert" angestrebt - Herbstferien statt neunter Sommerferien-Woche

Frauenkirchen - Die Landeshauptleute wollen die Pflichtschullehrer weiter im Landesdienst belassen. Diese gemeinsame Position haben die Länderchefs am Freitag festgelegt, sagte Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Freitag. In der Frage der Klassenschülerhöchstzahlen solle der Bund festlegen, dass die Zahl 25 vom Richtwert zum "Pflichtwert" für alle Pflichtschulen wird.

Die Länder hätten klar zum Ausdruck gebracht, dass sie für eine Reform des Schulwesens sind, so Niessl. Eine Reform könnte "innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden". Hinsichtlich der Klassenschülerhöchstzahl 25 solle der Bund auch die entsprechenden Dienstposten bereitstellen. Beim sonderpädagogischen Förderbedarf wünschen sich die Länder, dass der Bund die entsprechende Anzahl von Lehrern anstellt, um diesen Bedarf abzudecken. Derzeit gibt es einen "Deckel" bei 2,7 Prozent der Schülerzahl. Schulpsychologen würden aber einen immer höheren Förderbedarf feststellen.

Verkürzung der Sommerferien angedacht

Die Länder seien auch dafür, die Nachmittagsbetreuung schrittweise auszubauen, erklärte Niessl. Dazu soll eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden eingesetzt werden. Er denke, dass es dabei in Zukunft einen größeren Bedarf geben werde, auf den man entsprechend reagieren müsse. Übereinstimmung habe es auch bei einer Verkürzung der Sommerferien von neun auf acht Wochen zugunsten von Herbstferien gegeben. Die Länder sollen diese Ferienwoche im Rahmen ihrer Autonomie festlegen, so Niessl.(APA)

 

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    Die Landeshauptleute erklärten heute gemeinsam, dass sie die Pflichtschullehrer im Landesdienstrecht behalten wollen.e

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