Der Voest-Betriebsrat wünscht sich was

27. November 2009, 10:47
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Der scheidende Angestellten-Betriebsratschef Sulzbacher hätte gerne ein Quad und stößt damit auf wenig Verständnis

Linz - Mit seinem Wunsch für ein Abschiedsgeschenk habe der scheidende Angestellten-Betriebsratschef der voestalpine Stahl, der Ex-SP-Landtagsabgeordnete Fritz Sulzbacher, laut Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) noch einmal für "Kopfschütteln" im Unternehmen gesorgt: Sein Begehr gelte einem vierrädrigen Geländemotorrad, auch Quad genannt, berichten sie in ihrer Freitagausgabe. Damit könne er bei seinem jagdlichen Hobby kommod auch entlegene Teile des Reviers erreichen, heißt es.

Sowohl in Belegschaft wie im Management soll laut Zeitung der Wunsch des voest-Urgesteins auf wenig Verständnis gestoßen sein. Auch Protestverhalten soll es gegeben haben, wenn auch sehr dezent, weil man doch einen langjährigen Kollegen und Mitarbeiter nicht völlig desavouieren wollte.

Sulzbacher war Anfang des Jahres wegen eines Dienstautos mit einem Listenpreis von 70.000 Euro in die Kritik geraten. Der Geländewagen der SUV-Klasse war angeschafft worden, während viele Kollegen Kurzarbeit machen mussten. Er hatte sich damals gerechtfertigt, dass er schon bisher ein allradgetriebenes Dienstfahrzeug gehabt habe, das er benötige, um auch zu den Standorten der voestalpine in der Steiermark fahren zu können. Für das Unternehmen habe das Fahrzeug nur "um die 50.000 Euro" gekostet. Er hat das Auto dann privat erworben. (APA)

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    Zu Weihnachten darf man sich was wünschen: Der scheidende voestalpine-Angestellten-Betriebsratschef sorgt mit seinem Wunsch nach einem geländegängigen Vierrad-Motorrad für Kopfschütteln.

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