Studierende treffen sich zu Vernetzungstreffen

27. November 2009, 15:12
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Rektoren forderten Beschlüsse - Einigung auf Uni Innsbruck möglich

Heute treffen sich die protestierenden Studierenden zu einem österreichweiten Vernetzungstreffen in der SOWI-Aula der Universität Innsbruck. In Innsbruck wurde gestern erstmals signalisiert, dass die Studierenden die Angebote des Rektorats annehmen könnten.

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UPDATE 15.15: Im Audimax bereitet man sich auf die "besinnliche Zeit" vor. Eine Arbeitsgruppe "Weihnachten" hat sich gebildet. Die Studierenden der Gruppe rechnen mit einer längeren Besetzung, wenn nicht doch noch eine Einigung mit Politik und Unileitung gefunden wird. Um auch in den Weihnachtsferien zahlenmäßig gut vertreten zu sein, planen die Studierenden ein "außergewöhnliches Weihnachten für außergewöhnliche Studenten und Studentinnen". Dabei soll es ein "Krippenspiel ebenso" geben wie eine feierliche Dekoration des Saals und ein Weihnachtsessen. Auch ein "solidarischer Geistlicher" soll für eine "alternative Mette" gewonnen werden.

UPDATE 14.45: Auch an diesem Wochenende wird in den Hörsälen diskutiert und gefeiert. Heute abend liest Robert Schindel im Audimax, Christoph&Lollo spielen im Freihaus der TU Wien. Am Samstag findet im Audimax eine Thementag zu Energie und Klima statt. Neben Vorträgen findet am Abend eine Diskussion zu dem Thema statt. Ebenfalls am Samstag versuchen die Studierenden des Audimax Putzen und Feiern unter einen Hut zu bringen. Bei "Putzball" wird unter Konzerbeschallung das Audimax wieder sauber gemacht. Am Sonntag findet im Audimax ein Thementag zu dem Thema “Prekäre Lebenswelten in Österreich: Obdachlosigkeit und Asylpolitik”statt (nähere Infos zu allen Veranstaltungen siehe hier)

UPDATE 11.00: Unter dem Motto "Studierende aller Länder - vereinigt euch" haben die Studentenprotestbewegungen aus Wien und München für dieses Wochenende zum ersten internationalen Treffen der Besetzer von Räumen an Hochschulen in ganz Europa aufgerufen. Stattfinden soll das "International Plenum for Better Education" an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Ziel ist es, "die Forderungen zu internationalisieren", so einer der Mitorganisatoren und Besetzer des Audimax der Uni Wien

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Seit nunmehr 37 Tagen ist das Audimax der Uni Wien besetzt, seit 39 Tagen die Akademie der bildenden Künste. Am Donnerstag forderten die Rektoren, dass nicht nur geredet sondern auch Beschlüsse gefasst werden. Einen eigenen Gesetzesantrag erarbeitete und Universitätenkonferenz (uniko), um rascher und kontrollierter das Ziel für die Universitäten - der Anstieg der Ausgaben für den tertiären Sektor auf zwei Prozent des BIP - zu erreichen.

derStandard.at wird laufend von den Erreignissen an Österreichs Universitäten berichten. (seb, derStandard.at, APA, 27.11.2009)

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