Microsoft unter den Top Ten der europäischen Arbeitgeber

1. April 2003, 09:43
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Die Europäische Kommission und das Great Place to Work-Institut gaben ihre Ergebnisse bekannt

Die EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, Anna Diamantopoulou, gab am Dienstag die Ergebnisse der Great Place to work Europe-Initiative bekannt, die die hundert besten Arbeitgeber Europas kürt. Der Softwarekonzern Microsoft wurde unter die zehn besten Arbeitgeber Europas gewählt.

Das erste Mal

Das ist das erste Mal, dass die Kommission und das Great Place to Work (GPW) Institut dieses prestigeträchtige Ranking in Europa vorgenommen haben. GPW führt seit 20 Jahren weltweit Evaluierungen und Benchmarkings von Arbeitsplätzen durch. Die belgischen, französischen, deutschen und irischen Tochtergesellschaften von Microsoft wurden unter mehr als 1.000 europäischen Unternehmen gemeinsam ausgewählt. Die Kriterien, die für die Bewertung dieser Unternehmen angewendet wurden, waren Glaubwürdigkeit/Integrität, Respekt für die Mitarbeiter, Fairness/Gleichbehandlung, Stolz und Gemeinschaftsgefühl.

Hochwertige Humanressourcenpolitik

Die Europäische Kommission ergriff die Initiative zur Wahl der "100 besten Arbeitgeber" in Europa im Hinblick darauf, einen Standard für eine hochwertige Humanressourcenpolitik zu definieren. Je konsequenter eine solche HR-Politik vom Unternehmen und vom Arbeitgeber praktiziert wird, desto produktiver und wettbewerbsfähiger ist die Organisation dank ihrer motivierten Mitarbeiter. Diesen Arbeitgebern ist auch die Entwicklung Einzelner und des Unternehmens, die Förderung der Vielfalt und ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern ein Anliegen.

Gute Arbeitgeber bieten einen idealen Arbeitsplatz, an dem die Mitarbeiter ihrem Management vertrauen, stolz auf ihre Arbeit sind und Freude an der Zusammenarbeit mit ihren Kollegen haben. Das bedeutet, dass ein guter Arbeitgeber viel mehr bietet als ein entsprechendes Gehalt oder ein interessantes Sozialleistungspaket.

125.000 Mitarbeiter aus 1000 Unternehmen

Zwischen März und Dezember 2002 wurden fast 125.000 Mitarbeiter aus über 1.000 Unternehmen aus 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union gebeten, denselben Fragebogen zu beantworten und an einer Studie unter der Ägide von Great Place to Work Europe teilzunehmen.

Auf der Grundlage der Antworten und der nationalen Rankings wählten die Kommission und GPW die 100 besten Arbeitgeber Europas. Obwohl dieser Liste keine Rangordnung zugrunde liegt, wurden die ersten 10 von der Kommission doch besonders erwähnt. Microsoft wurde heute gemeinsam mit den anderen Top 10-Unternehmen von Kommissarin Diamantopoulou in einer Zeremonie in Brüssel offiziell anerkannt.

In den USA schon verbreitet

Dies ist das erste Mal, dass eine Liste der Top 100 der besten europäischen Arbeitgeber erstellt wurde. In den Vereinigten Staaten und einigen anderen Ländern wird dieses Ranking dank dem U.S.-Wirtschaftswochenmagazin Fortune schon seit vielen Jahren durchgeführt.

Weitere IT-Unternehmen

Neben Microsoft finden sich auch noch weitere IT-Unternehmen unter den Top 100. So erhielt die irische Niederlassung von Intel den Special Award "EU diversity at the workplace award 2003". Unter den Top 100 finden sich auch die österreichische Winterheller Software, SAP Griechenland und Cisco in Frankreich und Italien.(red)

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