Wiener Börse schließt am Donnerstag sehr schwach

26. November 2009, 19:38

Banken- und Immobilienwerte schwer belastet

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei geringem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 74,44 Punkte oder 2,88 Prozent auf 2.508,84 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 56 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.565 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,29 Prozent, DAX/Frankfurt -3,25 Prozent, FTSE/London -3,10 Prozent und CAC-40/Paris -3,14 Prozent.

Bei niedrigen Umsätzen zeigte sich der Wiener Aktienmarkt am Donnerstag mit sehr schwacher Tendenz. Aufgrund des US-Feiertags "Thanksgiving" blieb das Handelsinteresse europaweit niedrig. Die Gerüchte um eine mögliche Staatspleite von Dubai World und in Folge des Staates Dubai schickten auf breiter Front die Aktien in die Tiefe.

Immobiliensektor schwach

Besonders schwach zeigte sich der Immobiliensektor. Die Aktie von Conwert fiel ans untere Ende des Kurszettels zurück. Immofinanz zeigten sich um 5,28 Prozent schwächer bei 2,69 Euro und Immoeast ermäßigten sich um 4,67 Prozent auf 4,29 Euro.

Hier wurde bekannt, dass die Analysten der Erste Group ihr Anlagevotum für die Aktien von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt haben. Das Zwölfmonatskursziel wurde bei 5,20 Euro belassen. Warimpex verschlechterten sich um 2,51 Prozent auf 2,33 Euro. Die Aktie ist heuer in den ersten neun Monaten tief in die Verlustzone gerutscht - im dritten Quartal kam es allerdings laut Vorstandschef Franz Jurkowitsch zu einer Trendwende.

Goldman Sachs meldete sich zur Strabag und zu Wienerberger zu Wort. Das Strabag-Kursziel heben die Analysten von 23,50 auf 25,10 Euro an. Die Anteile des Bauunternehmens verloren 0,93 Prozent auf 21,40 Euro. Bei Wienerberger revidierten die Experten das Kursziel von 20,1 Euro auf 17,7 Euro nach unten. Das Anlagevotum "buy" wurde hingegen beibehalten. Wienerberger schlossen um 3,80 Prozent tiefer bei 11.40 Euro.

Bankenwerte von Dubai-Gerüchten belastet

Die Bankenwerte wurden wie der Rest des europäischen Bankensektors von den Dubai-Gerüchten belastet. Erste Group fielen um 3,16 Prozent auf 27,60 Euro und Raiffeisen International verschlechterten sich um 2,81 Prozent auf 41,89 Euro. Bei der OMV machte sich der wieder deutlich gefallene Ölpreis bemerkbar. Die Titel reduzierten sich um 2,18 Prozent auf 29,10 Euro. Bei der voestalpine zeigte sich ein Kursminus von 3,37 Prozent auf 24,65 Euro. JP Morgan nimmt das Kursziel für die Papiere des Stahlherstellers von 26 auf 28 Euro hoch.

Die größten Kursgewinner

1. JOWOOD ENTERTAINMENT AG +7,22 Prozent

2. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. +2,88 Prozent

3. WIENER PRIVATBANK SE +0,43 Prozent

4. OESTERR. POST AG +0,22 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -6,11 Prozent

2. IMMOFINANZ AG -5,28 Prozent

3. VIENNA INSURANCE GROUP -5,14 Prozent

4. IMMOEAST AG -4,67 Prozent

5. BENE AG -4,40 Prozent

6. HIRSCH SERVO AG -4,16 Prozent

7. INTERCELL AG -4,09 Prozent

8. ANDRITZ AG -4,08 Prozent

9. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -3,84 Prozent

10. WIENERBERGER AG -3,80 Prozent (APA)

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