Warimpex nach neun Monaten tiefrot

26. November 2009, 08:15
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Operatives Ergebnis dreht in ersten drei Quartalen von 16,2 Millionen auf minus 76,7 Millionen Euro

Wien - Die auf Hotelentwicklung spezialisierte Warimpex ist heuer in den ersten neun Monaten tief in die Verlustzone gerutscht - im dritten Quartal kam es allerdings laut Vorstandschef Franz Jurkowitsch zu einer Trendwende. Im Neunmonatszeitraum drehte das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von +16,2 auf -76,7 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verschlechterte sich drastisch von -0,89 auf -98,19 Mio. Euro, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung von heute, Donnerstag, hervor. 2010 werde das Unternehmen aber schon wieder operative Gewinne schreiben, sagte Jurkowitsch zur APA.

In den ersten drei Quartalen hätten vor allem die hohen Abschreibungen (rund 90 Mio. Euro) aus dem ersten Halbjahr auf das Ergebnis durchgeschlagen - im dritten Quartal habe es keine Wertminderungen mehr gegeben. Zwischen Jänner und September verringerte sich der Triple Net Asset Value (NNNAV), also der Schätzwert der Immobilien abzüglich aller Kredite und zuzüglich aller liquiden Mittel pro Zahl der ausgegebenen Aktien, um 62 Prozent auf 3,3 Euro je Aktie. Der Verlust pro Anteilsschein erhöhte sich von 0,03 auf -2,63 Euro. Der Umsatz ging um nur 12 Prozent auf 62,22 Mio. Euro zurück.

Gewinne im Quartal

Im dritten Quartal schrieb die Warimpex Gewinne - das EBIT stieg um 73 Prozent auf 5,91 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verminderte sich allerdings um ein Drittel auf 4,33 Mio. Euro. Der Nettogewinn betrug 373 Mio. Euro, nach einem Verlust von 966 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,00 Euro (-0,03 Euro). Der Umsatz verminderte sich um 8 Prozent auf 24,4 Mio. Euro.

"Beim dritten Quartal sieht man, dass sich die Märkte doch langsam erholen", verwies der Unternehmenschef auf die Hotelauslastung, die Währungsrelationen - die Warimpex ist mit 37 Prozent ihrer Immobilienwerte besonders massiv in Polen vertreten - und die Risikobewertung des CEE-Raums. Diese Tendenz werde im vierten Quartal und im ersten Halbjahr 2010 anhalten, ist Jurkowitsch überzeugt. "Wir rechnen damit, dass sich die Verluste des ersten Halbjahres 2010 nochmals deutlich verringern." Im Gesamtjahr will die Warimpex den Angaben zufolge - zumindest beim EBIT und EBITDA - wieder positiv sein.

Das Ziel für die kommenden Monate sei es, die Projekte im Bau planmäßig fertigzustellen, Cash-Flows durch aktives Asset-Management zu erhöhen und mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung, die im Oktober 8,1 Mio. Euro einspielte, neue Projekte wie beispielsweise die Budget-Hotel-Kette voranzutreiben.

Das Immobilienportfolio der Warimpex umfasste per Ende September 20 Hotels mit mehr als 4.800 (anteilsbereinigt: 3.322) Zimmern und fünf Büroimmobilien mit rund 28.000 (bereinigt 18.000) Quadratmetern vermietbarer Fläche. (APA)

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