"Schön langsam wird es sonderlich"

25. November 2009, 21:59
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  • Rapid - Sturm

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Die Tabellenführung ist unumstritten eine schöne Momentaufnahme. Es freut mich für die Mannschaft, den Verein und die Fans, die heute eine tolle Stimmung gemacht haben. Aber kaufen können wir uns um die Tabellenführung jetzt nichts. Wichtig ist, dass wir die beiden Heimpartien gegen die Austria und Sturm, zwei direkte Konkurrenten um einen Europacup-Platz, gewonnen haben. Es war eine sehr intensive Partie, unser Sieg geht aufgrund der zweiten Spielhälfte in Ordnung. Nach der Pause hatten wir das 2:0 mehrmals auf dem Fuß. Vor der Pause war Sturm sehr, sehr gefährlich, da haben wir Probleme gehabt."

Veli Kavlak (Rapid-Mittelfeldspieler): "Rapid ist ein großer Club, wir stehen jetzt dort, wo wir hingehören. Sturm ist nicht irgendeine Mannschaft, sie ist sehr stark. Aber wir haben dagegengehalten und verdient gewonnen. Es war eine hervorragende Mannschaftsleistung, wir haben den Sieg mehr gewollt."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Mein Leben ist mir zu schade, um mich über Schiedsrichter aufzuregen. Der Elfmeter war ja nicht die einzige strittige Szene, vor der Pause wurde uns ein klarer Treffer aberkannt. Aber das muss man akzeptieren. Es war von beiden Mannschaften ein tolles Spiel mit viel Tempo und Aggressivität. Ich habe gewusst, dass noch ein Team ein Tor macht, leider war es die falsche Mannschaft. Ein Remis wäre nicht unverdient für uns gewesen."

Christian Gratzei (Sturm-Graz-Tormann): "Schön langsam wird es sonderlich. Dass sich ein Schiedsrichter so beeinflussen lässt, zeigt, dass er keine Qualität hat. Jelavic ist gerade in mich hineingerannt, ich konnte nichts dagegen tun. Wir haben es Rapid nicht einfach gemacht und voll dagegengehalten. Dass das Spiel dann so endet, da fehlen mir die Worte."

  • Neustadt - LASK

Helmut Kraft (Wiener-Neustadt-Trainer): "Wir waren zwar besser, der Unterschied war aber nicht so gravierend, wenn man das ganze Spiel betrachtet. Der LASK hat es nicht geschafft unsere Fehler auszunutzen. Es hat mich gestört, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht konzentriert waren. Manche Spieler haben offenbar schon an Kapfenberg gedacht. Das kann ich nicht gut heißen."

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Mein Team war schlecht, der Gegner war gut und hat damit verdient gewonnen. Die Auswechslung (von Siegfried Rasswalder nach 32 Minuten, Anm.) war eine Erlösung für ihn, weil er Patrick Wolf nicht in den Griff bekam."

Zum Leistungsabfall in der Meisterschaft nach gutem Beginn: "Das kann ich mir nicht erklären, sonst hätten wir die Hebel schon angesetzt. Fakt ist, dass wir zu Hause ganz gut spielen, aber auswärts geht gar nichts. Manche Spieler haben einfach nicht die Qualität, um auf Dauer in der Bundesliga zu bestehen. Ich und der Präsident sind bestrebt, den Kader qualitativ aufzuwerten. Zuerst müssen aber Spieler den Verein verlassen, damit wir Neue holen können."

Sanel Kuljic (Vierfach-Torschütze): "Ich bin überglücklich über die vier Tore, muss aber der Mannschaft ein Kompliment machen. Heute hat einfach alles gepasst, ich bin viermal richtig gestanden. Wir spielen in letzter Zeit viel offensiver und da ich ein Spieler bin der im Sechzehner Bälle braucht, kommt mir das zugute. Ich hoffe natürlich, dass es so weitergeht und glaube, dass noch viel mehr drinnen ist. Ich freu mich jetzt schon auf Kapfenberg.

Außer in der zweiten Halbzeit, wo wir einige Aussetzer hatten und leichtsinnig agierten, war es eine sehr gute Leistung. Vor einem Monat ist es bei uns ein bisschen drunter und drüber gegangen, aber jetzt ist Ruhe. Wir haben jetzt noch drei Spiele und müssen so viele Punkte wie möglich holen um uns im Mittelfeld zu etablieren."

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