Rapid per Sturm an die Tabellenspitze

25. November 2009, 21:15
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Salihi fixierte mit einem Elfmeter in der 89. Minute einen 2:1-Erfolg - Sturm-Treffer nach umstrittenem Foul annulliert

Wien - Rapid ist Tabellenspitze. Erstmals seit über 14 Monaten stehen die Hütteldorfer wieder an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Die Wiener gewannen am Mittwochabend das Nachtragsspiel der 1. Runde zu Hause gegen Sturm Graz mit 2:1 (1:0) und verdrängten damit Titelverteidiger Salzburg dank der besseren Tordifferenz von Platz eins. Den entscheidenden Treffer vor 17.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion markierte Salihi in der 89. Minute per Foul-Elfmeter, zuvor hatten Jelavic (16.) bzw. Lavric (60.) getroffen.

Nach den Heimsiegen über den Lokalrivalen Austria (4:1) und Sturm gehen die Tage der Schlagerpartien für Rapid nun auswärts weiter. Am Sonntag gastieren die Rapidler in Salzburg und am 2. Dezember ist die Pacult-Truppe in der Europa League beim Hamburger SV zu Gast.

Jelavic legte vor

In Hütteldorf war schnell deutlich zu sehen, dass zwei der spielstärksten Teams der Liga aufeinandertrafen. Sturm wählte eine nicht nur auf dem Papier offensiv ausgerichtete Aufstellungsvariante und startete als gefährlichere Elf ins Spiel. Doch Rapid-Goalie Payer parierte gegen den von Soma bedrängten Lavric (8.) und bei einem starken Freistoß von Jantscher (13.) und ebnete somit den Weg zur Rapid-Führung.

Kavlak eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, spielte auf Hofmann und dieser bediente mit einem Lochpass Jelavic, der Sturm-Goalie Gratzei überlief und zu seinem siebenten Saisontreffer einschob (16.). Sturm ließ sich nicht beirren und bereitete mit seinen schnellen Akteuren wie Jantscher, Beichler oder Hölzl der Rapid-Abwehr große Probleme. Aber auch Payer blieb ein sicherer Rückhalt und rettete gegen Lavric und Hölzl (jeweils 38.).

Ein Tor, ein Pfiff, ein Fragezeichen

Während Rapid bis zur Pause nur noch einen schön ausgeführten, aber ungefährlichen Jelavic-Fallrückzieher zu bieten hatte (31.), kam Sturm dem Ausgleich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch einmal sehr nahe. Nach Jantscher-Eckball traf Beichler per Kopf, doch Schiri Gangl annullierte den Treffer aufgrund eines umstrittenen Fouls von Schildenfeld an Soma (45.). Die Regelauslegung des Herrn Gangl in diesem Fall war mehr als hart.

Salihi Latte, Salihi Tor

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte verabsäumte es Rapid, den Sack zuzumachen. Salihi traf die Latte (52.) und Jelavic setzte völlig alleinstehend einen Kopfball am Tor vorbei (57.). Das rächte sich schnell, denn nach Hölzl-Querpass von rechts traf Beichler den Ball nicht, doch Lavric lauerte dahinter und donnerte den Ball zum Ausgleich und zu seinem ersten Treffer für Sturm unter die Latte (60.).

Dem Treffer ging ein Ausrutscher von Hofmann voraus, das Missgeschick leitete nicht nur den Ausgleich ein, sondern ließ auch die Oberschenkelverhärtung des Rapid-Kapitäns wieder akut werden. Pacult tauschte daraufhin Hofmann gegen Dober aus. Ohne ihren Kapitän ging bei Rapid nicht mehr ganz so viel, ein Kulovits-Schuss am kurzen Eck vorbei (68.) und ein Kavlak-Schuss (86.) waren die besten Chancen.

Bis zur 89. Minute, denn da musste Gratzei nach Schildenfeld-Schnitzer im eigenen Strafraum Jelavic von den Beinen holen und Gangl entschied auf Elfmeter. Salihi trat an und schoss flach und platziert ins rechte Eck. Mit der letzten Aktion der Partie hätte Muratovic beinahe noch den Ausgleich erzielt. (red/APA)

SK Rapid - Sturm Graz 2:1 (1:0). Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.200, SR Gangl.

Torfolge:

1:0 (16.) Jelavic
1:1 (60.) Lavric
2:1 (89.) Salihi (Foul-Elfmeter)

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Jovanovic, Katzer - Hofmann (63. Dober), Heikkinen, Pehlivan (79. Trimmel), Kavlak - Jelavic, Salihi (90. Gartler)

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Prettenthaler (91. Weinberger) - Hölzl, Muratovic, Kandelaki, Jantscher (80. Bukva) - Beichler - Lavric

Gelbe Karten: Hölzl, Jantscher, Beichler, Gratzei, Schildenfeld

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    Kavlak und Rapid stürmen über Graz an die Tabellenspitze.

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    Sturm-Tormann Gratzei raubte Rapid-Stürmer Jelavic die Bodenhaftung, den fälligen Elfer versenkte Salihi.

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    Rapid fährt als Leader zum Meister nach Salzburg.

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