Lux-Filmpreis des EU-Parlaments an "Welcome"

25. November 2009, 15:36
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Philippe Liorets Migrationsdrama erhält Untertitelungsförderung

Straßburg - Der Film "Welcome" des französischen Regisseurs Philippe Lioret hat den diesjährigen Lux-Filmpreis des Europaparlaments erhalten. EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek überreichte am Mittwoch in Straßburg die Auszeichnung im Wert von 87.000 Euro. Mit dem Geld soll der Film in den 23 Amtssprachen der EU untertitelt werden. "Welcome" behandelt das Schicksal von illegalen Einwanderern in Europa. Der Film hatte in Frankreich eine Debatte um ein umstrittenes Gesetz ausgelöst, das Hilfeleistungen unter Strafe stellt.

Die zwei weiteren Finalisten waren das Politdrama "Sturm" des deutschen Regisseurs Hans-Christian Schmid über eine Staatsanwältin beim internationalen Gerichtshof in Den Haag und "Eastern Plays" des Bulgaren Kamen Kaley über den Konflikt zwischen zwei Brüdern, einem Neonazi und einem Helfer von Einwanderern.

Mit dem Lux-Preis werden Filme ausgezeichnet, die die Werte der europäischen Identität und die kulturelle Vielfalt Europas widerspiegeln oder den Blick für den EU-Integrationsprozess öffnen. "Wir wollen damit eine Debatte über Themen auslösen, die in den Mitgliedstaaten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen", sagte Buzek. Die Auszeichnung wurde 2007 zum ersten Mal vergeben - an das Drama "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin. Im vergangenen Jahr wurde "Le Silence de Lorna" von Jean-Pierre und Luc Dardenne den Preis prämiert. (APA)

 

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