Wiener Polizei versuchte Jugendlichen zu stoppen

25. November 2009, 14:47
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17-Jähriger ohne Führerschein ignorierte sämtliche Verkehrsregeln - Keine Verletzte

Wien - Eine gefährliche Verfolgungsjagd haben sich am Dienstagvormittag in Wien ein Jugendlicher ohne Führerschein und die Polizei geliefert. Als Beamte den BMW des 17-Jährigen an einer Kreuzung anhalten wollten, trat dieser auf das Gaspedal. Der Jugendliche ignorierte bei seiner gefährlichen Flucht sämtliche Verkehrsregeln, fuhr bei Rotlicht in Kreuzungen und scherte mehrmals aus. Nach einer etwa 15-minütigen Verfolgung gelang es der Polizei mit Hilfe eines Passanten den jungen Mann festzunehmen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Mit Vollgas durch die Stadt

Gegen 11.35 Uhr Uhr bemerkte eine Zivilstreife in der Leystraße einen roten BMW, bei dem das vordere Kennzeichen fehlte. Als die Beamten den Jugendlichen anhalten wollten, scherte er mit seinem BMW nach links aus und raste mit Vollgas Richtung Forthausgasse. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Sie holte den Flüchtenden ein und waren bereits auf gleicher Höhe, als der Lenker sein Fahrzeug Richtung Streifenwagen verriss. Der Streifenwagen legte eine Vollbremsung ein und verhinderte so einen Unfall.

Der Jugendliche raste mit seinem BMW dann ohne auf den Querverkehr zu achten bei roter Ampel über die Kreuzung Forsthausgasse - Brigittenauer Lände, fuhr in weiterer Folge in die Klosterneuburger Straße und übersetzte anschließend mit etwa 120 km/h die vierspurige Adalbert Stifter Straße - ebenfalls bei Rotlicht. An der Kreuzung zwischen Klosterneuburger Straße und Wexstraße streifte er ein parkendes Fahrzeug. Dabei entstand ein Sachschaden.

Der Jugendliche überholte während der rasanten Flucht trotz Gegenverkehr immer wieder andere Fahrzeuge und fuhr mehrmals links an Verkehrsinseln vorbei. Bei jedem dieser Überholmanöver kam das Heck des BMW ins Schleudern, doch der Lenker fing das Auto immer gerade noch ab. Es gelang ihm, die Polizei mehrmals abzuhängen, da die Streifenwagen gezwungen waren, an roten Ampeln kurz zu halten.

In der Treustraße in Donaustadt stellte der Jugendliche sein Auto ab und versuchte zu Fuß weiter zu flüchten. Doch dies gelang ihm nicht, weil ein aufmerksamer Passant bemerkte, dass der Jugendliche von der Polizei verfolgt wurde. er hielt den Jugendlichen bis zum Eintreffen der Beamten fest.

BMW war nicht zum Verkehr zugelassen

Gegenüber der Exekutive gab der 17-Jährige an, den BMW von einem Bekannten gekauft zu haben, die Nummerntafel montierte er vom Auto seiner Mutter ab. Im Zuge der Einvernahme stellte die Exekutive fest, dass der 17-Jährige nicht nur keinen Führerschein besaß, sondern auch dass der BMW nicht zum Verkehr zugelassen war. Der Jugendliche wurde wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, vorsätzlicher Gemeingefährdung und zahlreichen Verwaltungsübertretungen angezeigt. (APA)

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