Post- und Bahnjobs für Österreicher unattraktiv

25. November 2009, 14:03
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Laut Umfrage schneidet bei der Berufswahl der Bereich Landwirt­schaft am schlechtesten ab, die meiste Sicherheit bietet der Beamtenstatus

Linz - Im Berufsfeld Post und Bahn ist der Zug für die Österreicher abgefahren: Laut einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS würde die überwiegende Mehrheit der Befragten nicht empfehlen, einen Beruf in dieser Branche auszuüben. Noch schlechter beurteilen sie den Handel und die Landwirtschaft.

Schlusslicht in der Kategorie "empfehlenswert" ist die Landwirtschaft (2 Prozent). Die Befragten sehen zudem einen schlechten Verdienst, viel Arbeit, einen unsicheren Arbeitsplatz und keine Aufstiegschancen. Nicht viel besser steht es nach Meinung der Befragten um den Handel. Einen Job in diesem Bereich anzustreben würden nur 7 Prozent empfehlen. Ebenfalls lediglich 7 Prozent würden den Tipp geben, bei Post oder Bahn Fuß zu fassen. Man müsse zwar wenig leisten, aber das würde sich auch in der eigenen Brieftasche bemerkbar machen. Außerdem werden die Aufstiegschancen als gering eingestuft.

Sicherheit im Amt

Die wenigste Sicherheit hat man nach Ansicht der Österreicher in einem Industriebetrieb, mit Abstand die meiste hingegen in einem Amt oder einer Behörde. 32 Prozent empfehlen einen Job in diesem Bereich. Am höchsten seien die Anforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich, und trotz durchschnittlicher Verdiensteinschätzung raten 30 Prozent der Befragten zu einem Job in diesem Bereich. Unangefochten ist die Computerbranche mit 35 Prozent. Wer hier arbeitet, verdient nach Meinung der Bevölkerung am besten und hat auch die größten Aufstiegschancen.

Den stärksten Meinungsumschwung im Vergleich zur ersten Umfrage vor 29 Jahren gab es u.a. im Tourismus. Während damals 46 Prozent angaben, in diesem Bereich gute Verdienstmöglichkeiten zu sehen, waren es heuer nur mehr 21 Prozent. Ähnlich erging es der Industriebranche, statt 27 Prozent glauben nur mehr 13 Prozent, dass man hier finanziell gut über die Runden kommt. In der Landwirtschaft gab es die geringste Veränderung: 1980 gingen 5 Prozent davon aus, dass man nicht reich werden kann. Heute sind es 4 Prozent. Die aktuelle Umfrage wurde von 23. Oktober bis 9. November bei 1.086 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen durchgeführt. (APA)

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