Zwei Tonnen Anabolika-Fund in Niederösterreich

25. November 2009, 13:02
29 Postings

Fünfköpfiger internationaler Doping-Händlerring ausgehoben - Doping im Wert von mehreren hunderttausend Euro gefunden

St. Pölten - Eine fünfköpfige internationale Tätergruppe, die mit Anabolika und anderen Dopingmitteln gehandelt haben soll, ist vom Landeskriminalamt Niederösterreich ausgehoben worden. Nach mehrmonatigen Ermittlungen wurden im Zuge einer dreitätigen Großaktion mehr als 20 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt. Dabei wurden in mehreren Großlagern  rund zwei Tonnen Anabolika und anderen Mittel gefunden.

Der Wert der beschlagnahmten Präparate dürfte bei mehreren hunderttausend Euro liegen. Details zu den Tätern würden aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht bekanntgegeben, so die Polizei. Die Beschuldigten sind teilweise geständig und befinden sich in Untersuchungshaft.

Handel im Internet

Fest stehen dürfte, dass die Verdächtigen die Dopingmittel von Österreich aus im gesamten europäischen Raum und den USA vertrieben haben. Der Handel soll über mehrere Internetplattformen gelaufen sein, Verpackung und Versand wurden zum Teil über unter falschem Namen angemietete Büroräume durchgeführt.

Mittel stehen auf internationaler Verbotsliste

Laut bisherigem Ermittlungsstand soll es sich um einen der größten internationalen Händlerringe für Anabolika handeln. Die sichergestellten Substanzen, neben Anabolika Hormone und Stimulanzien, sind allesamt nach dem Paragrafen 22a des Anti-Dopinggesetzes verboten und stehen auch auf der internationalen Verbotsliste.

Durchsuchungen in Fitnessstudios

Im Zuge der Großaktion der Ermittlungsgruppe "Anabolika" in der vergangenen Woche wurden auch Durchsuchungen in zahlreichen niederösterreichischen Fitnessstudios durchgeführt. Dabei konnte ebenfalls eine große Menge verbotener Präparate, unter anderem Parabolon, Methandienon, Wachstumshormone und Antiöstrogene, sichergestellt werden. Die Mittel dürften ebenfalls von der Tätergruppe stammen.

Gefährliche Präparate - Kühlkette war nicht gewährleistet

Bezogen wurden die verbotenen Substanzen vermutlich aus Untergrundlaboratorien in China und dem osteuropäischen Raum. Von dort aus dürften sie illegal nach Österreich importiert worden sein. Bei zahlreichen Produkten soll bei Import und Versand die Kühlkette nicht gewährleistet worden sein, was deren Gefährlichkeit noch steigere, hieß es. (APA)

Share if you care.