Ban Ki-moon präsentiert "Netzwerk männlicher Führer"

25. November 2009, 09:57
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UNO-Generalsekretär sagt häuslicher Gewalt den Kampf an: Hochrangige Politiker sollen für Gesetze sorgen, die Gewalt gegen Frauen verbietet und angemessen bestraft

New York - Mit Hilfe führender Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Kultur will UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon der Gewalt gegen Frauen ein Ende setzen. Dazu stellte er am Dienstag in New York das "Netzwerk männlicher Führer" in New York vor. Die neue Initiative soll das Bewusstsein für Gewaltakte wecken, die Frauen meistens durch ihre Ehemänner, Liebhaber oder Familienmitglieder erleiden. Sie soll außerdem für Gesetze sorgen, die Gewalt gegen Frauen in allen Ländern verbieten und angemessen bestrafen. Laut Ban werden fast 70 Prozent der Frauen in aller Welt irgendwann im Laufe ihres Lebens von Männern gewaltsam angegriffen.

Appell an Burschen und Männer in aller Welt

Für das "Netzwerk männlicher Führer" haben sich UNO-Angaben zufolge Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez, Friedensnobelpreisträger und Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika), der norwegische Justizminister Knut Storberget, der italienische Außenminister Franco Frattini, der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho und mehrere Ex-Präsidenten zur Verfügung gestellt. Ban appellierte an Burschen und Männer in aller Welt, sich der Aktion anzuschließen. "Gewalt gegen Mädchen und Frauen wird nicht eher ausgerottet sein, bis wir alle uns weigern, sie länger zu tolerieren", sagte der UNO-Chef. (APA/dpa)

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    Hat 2008 die Großkampagne gegen Gewalt gegen Frauen "Unite to End Violence against Women" lanciert: UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

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