First Else: Futuristisches Handy bläst zur Revolution

25. November 2009, 10:36
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Entwickler zeigen von Grund auf neues Bedienkonzept auf Basis von Linux und moderner Hardware

iPhone und Android mögen derzeit das Maß aller Smartphones sein, allerdings heißt dies nicht, dass es nicht auch ganz anders gehen könnte. Das israelische Unternehmen Else hat über zwei Jahre an einem grundlegend neuem Konzept gearbeitet und nun das vorläufige Ergebnis seiner Bestrebungen präsentiert. "First Else" wurde das Handy getauft und soll ab dem zweiten Quartal 2010 mit neuen Technologien und neuem Interface-Design die Nutzer begeistern. Der Branchenblog Engadget durfte im Rahmen einer Präsentation auf Tuchfühlung mit dem Prototypen gehen.

High-Tech

Äußerlich ähnelt "First Else" typischen Smartphones. Ein 3,5 Zoll großer, kapazitiver Touchscreen (LCD) dient der Eingabe und löst Bilder mit superscharfen 854 mal 480 Pixel auf. Herzstück ist der TI OMAP 3430 Prozessor, der bereits beim iPhone 3GS, Motorola Droid und Palm Pre zum Einsatz kommt. Die 5-Megapixel-Kamera soll Videos in 480p mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Der 1450mAh-Akku soll bei voller Ladung gut eine Stunde länger halten, als jener beim iPhone. Verbindung findet das Gerät über HSDPA und EDGE, die Speicherkapazität soll bis zu 32 Gigabyte fassen. 

Grundlegend neue Software

Demnach gibt es keine großen Überraschungen bei der Hardware, die lediglich durch ihre Schlichtheit und ein paar LED-Indikatoren im Rahmen auffällt. Das Revolutionäre steckt in der Software. Else hat auf Basis der "Access Linux Platform 3.0" ein komplett neues Handybetriebssystem entwickelt, dass den ersten Demos nach nicht nur sehr zügig arbeitet, sondern sich vor allem mit nur einem Finger - genauer gesagt dem Daumen - bedienen lässt. Die Menüstruktur des "Else Intuition OS", "sPlay" benannt, ist einem Fächer nachempfunden und bietet dem Nutzer alle Inhalte mit nur einer Rotationsbewegung des Daumens an. Geöffnete Applikation werden dann allerdings recht konventionell dargestellt. Der Mediaplayer oder die Kontaktliste etwa, dürften jedem Anwender vertraut vorkommen.

Ohne Kreditkarte

Zwar weit weniger revolutionär, aber durchaus praktisch, ist der Zugang zum eigens entwickelten Media Store. Dieser soll ganz auf Kreditkartenregistrierungen verzichten und die Abrechnung per Telefonrechnung ermöglichen. Else will Nutzern so gleich nach dem Kauf und der Anmeldung beim Provider alle Funktionen des Mobiltelefons zur Verfügung stellen.

Parallel zum Media Store wird ein Software Developement Kit (SDK) veröffentlichen, um Entwicklern die Programmierung von Apps zu ermöglichen. Ähnlich wie beim iPhone soll es eine Qualitätssicherung geben. Welche Apps zum Start bereitsstehen werden, ist nicht bekannt, allerdings sollen bereits einige große Namen dahinterstehen - genannt wurde etwa World of WarCraft.

Unklarheiten

Bis zum Marktstart wird es in den kommenden Monaten noch einige Details zu klären geben. Verfügbarkeit, Preis und die genaue Ausstattung dürften wohl in den kommenden Monaten bekanntgegeben werden.

(zw)

  • First Else: Neues User-Interface für einfachere Bedienung
    foto: engadget

    First Else: Neues User-Interface für einfachere Bedienung

  • Artikelbild
    foto: engadget
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