Atrium mit 342 Millionen Euro Nettoverlust

25. November 2009, 08:53
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Wien/Jersey - Die an der Wiener Börse notierte Immobiliengesellschaft Atrium European Real Estate (ehemals Meinl European Land, MEL) mit Sitz in Jersey hat nach drei Quartalen (per 30. September 2009) ihren Verlust nach Steuern von 485 Mio. Euro auf 342 Mio. Euro reduziert. Der Verlust je Aktie beläuft sich nach Angaben des Unternehmens von heute, Mittwoch, auf 1,47 Euro, noch 2,29 Euro. Die Bruttomieteinnahmen sind um 14,5 Prozent auf 112 Mio. Euro gestiegen, die Nettomieteinnahmen um 25,9 Prozent auf 89 Mio. Euro.

Die Barmittel sind im Jahresvergleich von 1,4 Mrd. Euro auf 814 Mio. Euro deutlich gesunken, laut Atrium aber dennoch "solide". Die Fremdmittel wurden von 1,6 auf 1,07 Mrd. Euro zum 30. September 2009 verringert.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ohne Neubewertung der Immobilien und außergewöhnliche Posten betrug 64 Mio. Euro, nach 34 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde mit 51 Mio. Euro angegeben. Der Nettovermögenswert (net asset value) je Aktie betrug 8,75 Euro.

Die vermieteten Immobilien (standing investments) wurden im dritten Quartal um 36 Mio. Euro auf 1,46 Mrd. Euro abgewertet. Dies zeige eine deutliche Verlangsamung in der Abwertung verglichen zu der Abwertung von 237 Mio. Euro für das erste Halbjahr 2009, heißt es in der ad-hoc Meldung.

Zu Veränderungen kommt es auch im Board von Atrium: Neil Hasson und Noam Ben-Ozer wurden mit sofortiger Wirkung als Non-Executive Directors bestellt, nachdem Shanti Sen und Peter Baguley ausgeschieden waren.

Rachel Lavine, CEO von Atrium European Real Estate, zeigte sich zufrieden mit dem Finanzergebnis der Gesellschaft. Die im September bekanntgegebene Austauschtransaktion sei für Atrium ein "extrem positiver Schritt nach vorne" gewesen. "Zusammen mit dem Abschluss unserer Notierung an der Euronext Amsterdam sind wir in einer weitaus stabileren Lage verglichen zum dem Zeitpunkt, als wir die Kontrolle übernommen haben und wir richten unseren Fokus nunmehr auf Wachstum und Wertschöpfung", so Lavine. (APA)

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