Qualitätsfragen erörtern

24. November 2009, 20:22
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Quality of Service (QoS): Die Qualität eines Dienstes aus Anwenderperspektive, ausgedrückt anhand objektiver technischer Netzparameter wie Verzögerung, Laufzeiten, Bandbreite und Fehlerraten. Verschiedene Dienste haben unterschiedliche QoS-Anforderungen: während z. B. bei Voice-over-IP-Laufzeiten und Paketverlustraten kritisch sind, geht es bei Dateidownloads in erster Linie um die effektive Bandbreite.

Quality of Experience (QoE): Die durch den Benutzer subjektiv wahrgenommene Qualität von Diensten und Anwendungen. Im Gegensatz zu QoS umfasst dieser junge Ansatz die gesamte Kommunikationskette (Dienst, Netz, Endgerät, Inhalte) einschließlich ihrer Benutzer sowie den Einfluss von Umgebung, Nutzungserwartungen und -zielen. QoE hat Dimensionen wie Zufriedenheit, Akzeptanz und Gebrauchstauglichkeit, aber auch emotionale und soziale Aspekte wie Spaß oder Verbundenheit.

K1-Zentren: Das Forschungszentrum Telekommunikation Wien (FTW) ist eines von fünfzehn K1-Zentren in Österreich, die im Rahmen des Kompetenzzentrenprogramms Comet der FFG von Bund und Land gefördert werden. K1 ist das zweitgrößte Programm nach K2, mit dem man internationale Sichtbarkeit erreichen will. Die K1-Zuschläge erhielten nach Jury-Beschluss Konsortien, die aus mindestens einem wissenschaftlichen und drei Unternehmenspartnern bestehen. Die Förderung läuft sieben Jahre. Wien stellt drei K1-Zentren, die sich alle den Themen IT und Telekommunikation widmen.

Neben dem FTW sind das Vrvis, wo Forscher an der Visualisierung von großen Datenmengen arbeiten, und Secure Business Austria, ein Zentrum, das sich mit Sicherheitstechnologien beschäftigt. Die Comet-Förderung des Bundes (500 Millionen Euro) kommt vom Infrastruktur- und vom Wirtschaftsministerium. Die Länder schossen 250 Millionen zu. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 25.11.2009)

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