Österreichs Lehrer bei Weiterbildung an dritter EU-Stelle

24. November 2009, 15:36
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96,6 Prozent der heimischen Lehrer an Mittelschulen nahmen in letzten 18 Monaten an Fortbildung teil

Brüssel - Österreichs Lehrer liegen in Sachen Weiterbildung an dritter Stelle von 15 untersuchten EU-Staaten. Nach dem jüngsten Bericht der EU-Kommission über "die berufliche Entwicklung der Lehrkräfte: Europa im internationalen Vergleich" nahmen 96,6 Prozent der heimischen Mittelschullehrer in den vergangenen 18 Monaten an Fortbildungslehrgängen teil. An der Spitze liegt Spanien mit 100 Prozent vor Slowenien (96,9 Prozent).

Daten von Talis

Die Daten stammen aus der von OECD und EU-Kommission in Auftrag gegebenen und im vergangenen Juni veröffentlichten Studie TALIS (Teaching and Learning International Survey). Dabei wurden Lehrer und Schuldirektoren an AHS-Unterstufen und Hauptschulen in 23 Ländern über ihre Arbeitsbedingungen und das Lernumfeld befragt. Neben den 15 EU-Ländern - Österreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien - wurden auch Australien, Brasilien, Island, Korea, Malaysia, Mexiko, Norwegen und die Türkei unter die bildungspolitische Lupe genommen.

Feedback wichtig

Laut dem Bericht ist es wichtig, dass die Lehrkräfte wirksames Feedback zu ihrer Arbeit erhalten, um die Fortbildungsmöglichkeiten optimal nutzen zu können. Von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung seien die Vielfalt an Weiterbildungserfahrungen und ein besseres Arbeitsklima an den Schulen. Nahezu 90 Prozent der Lehrkräfte nehmen laut Bericht an Fortbildungsmaßnahmen teil und mehr als 50 Prozent geben an, dass sie gerne mehr Weiterbildung hätten.

Über sechs Millionen Lehrer in der EU

EU-Bildungskommissar Maros Sefcovic erklärte, "wir haben in der EU über sechs Millionen Lehrkräfte". Deren Fähigkeit, alle Schüler zum Lernen zu motivieren, sei für die Zukunft der Gesellschaften ausschlaggebend. "Wenn wir eine hochwertige Bildung anstreben, müssen wir unseren Lehrkräften optimale Möglichkeiten zum Ausbau ihrer Fähigkeiten bieten, und zwar während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn".

Den ersten Platz belegen Österreichs Lehrer, was die Dauer ihrer Berufstätigkeit betrifft. Knapp 60 Prozent der Lehrer unterrichten bereits seit mehr als 20 Jahren, hier liegt Italien an zweiter Stelle vor Litauen, Bulgarien und Ungarn. Schlusslicht im EU-Bereich ist hier Malta, wo es weniger als 20 Prozent sind, Malaysia und die Türkei mit knapp über zehn Prozent. (APA)

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    In Sachen Weiterbildung sind sie gut. Welche Art von Weiterbildung Lehrer machen, steht auf einem anderen Blatt.

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