Dezember-Bundesanleihe abgesagt

24. November 2009, 15:08
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Wien - Die Bundesfinanzierungagentur (ÖBFA) hat die für Anfang Dezember geplante Emission einer Bundesanleihe abgesagt und begründet dies auf ihrer Homepage mit dem "geringeren Finanzierungsbedarf". Bis einschließlich der mit Anfang November platzierten Anleihe wurden dieses Jahr 23,46 Mrd. Euro an Bundesanleihen begeben. Das höchste Volumen wies die im Jänner emittierte 3,4-Prozent-Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren mit 3,0 Mrd. Euro auf. Die kleinste war die November-Emission über 550 Mio. Euro.

Bis Ende Oktober hat sich die Finanzschuld des Bundes um 8 Mrd. Euro auf 170,0 Mrd. Euro erhöht. Per Ende 2008 lag sie bei knapp 162 Mrd. Euro. Über alle Finanzierungsinstrumente hinweg wurden bis Ende Oktober 32,3 Mrd. Euro neu aufgenommen. Dem stand eine Abnahme von 24,3 Mrd. Euro gegenüber, geht aus einer Aufstellung der ÖBFA hervor.

5,0 Mrd. Euro der Finanzschulden sind noch in Fremdwährung ausstehend. 2,9 Mrd. Euro entfallen auf den Schweizer Franken, 2,1 Mrd. Euro auf den japanischen Yen. In US-Dollar gibt es keine Verschuldung mehr. Heuer wurden in fremden Währungen 630 Mio. Euro neu aufgenommen, 3,5 Mrd. Euro dagegen abgebaut.

Die durchschnittliche Laufzeit der 2009 emittierten Bundesanleihen liegt bei sechs Jahren, insgesamt zwischen 8 und 9 Jahren. Der Renditeabstand im zehnjährigen Laufzeitenbereich hat sich zur deutschen Benchmark nach den diesjährigen Hochs von fast 140 wieder auf rund 40 Basispunkte verringert. Er liegt damit aber noch immer über dem langjährigen Durchschnitt von 15 Basispunkten. (APA)

 

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