Nur ohne Waffe ins Restaurant

24. November 2009, 14:40
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Richterin verhindert umstrittenes Gesetz

Claudia Bonnyman, Richterin im US-Bundesstaat Tennessee, hat ein umstrittenes Gesetz  gestoppt, dass das Tragen von Schusswaffen in Restaurants mit Alkoholausschank erlaubt hatte.

Die seit Juli gültige Regelung sah vor, dass Waffenscheinbesitzer Pistolen und Revolver in Lokale mitnehmen dürfen, falls dort über 50 Prozent des Umsatzes mit dem Verkauf von Mahlzeiten erzielt werden.

Allerdings hatten Gastronomiebetriebe die Möglichkeit, das Tragen von Waffen trotzdem zu untersagen. Auch die Regelung, dass Waffenträger keinen Alkohol trinken dürfen, hätte weiter gegolten.

Richterin Bonnyman schloss sich der Ansicht mehrerer Restaurantbesitzer an, die gegen  das Gesetz geklagt hatten, weil es für die Kundschaft schwer ersichtlich ist, wieviele Mahlzeiten ein Lokal verkauft, und lehnte die Regelung als unklar formuliert ab.

Der demokratische Sanator Jim Kyle, der sich als Gouverneur bewirbt, begrüßte die Entscheidung: "Im Wilden Westen musste man seine Waffen an der Stadtgrenze ablegen", sagte er zu AP, "ich denke, dass wir im 21. Jahrhundert keine Schusswaffen in Bars erlauben sollten." (bed/derStandard.at, 24.11.2009)

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    257.000 der sechs Millionen Einwohner Tennessees haben einen Waffenschein. Das Bild zeigt die Eintrittskontrolle der 'Open Carry Celebration' in der New Bethel Church (Louisville, Kentucky), bei der Kirchenbesucher ihre (entladenen) Pistolen in den Andachtsraum mitnehmen durften. So sollte das Recht, Waffen zu tragen, gefeiert werden.

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