MySpace beendet Streit mit Independent-Labels

24. November 2009, 14:07
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Musikdienst holt sich Radiohead, The Prodigy und Arctic Monkeys

Das Social-Community-Portal MySpace setzt im Wettrennen um die User-Gunst verstärkt auf Unterhaltungsangebote. Vor allem der hauseigene Musikdienst MySpace Music  soll zu einer zentralen Anlaufstelle für Musikliebhaber im Web ausgebaut werden. Um diesen ein möglichst umfassendes Angebot bieten zu können, hat die Plattform von Rupert Murdochs News Corp nun einen langwierigen Rechtsstreit mit der Non-Profit-Organisation Merlin  beendet, die Independent-Labels auf der ganzen Welt und Künstler wie Radiohead, The Prodigy oder die Arctic Monkeys vertritt.

"Mithilfe der erzielten Einigung verschaffen wir unseren Usern Zugang zu dem reichhaltigen Merlin-Musikkatalog und eröffnen den Labels im Gegenzug gleichzeitig die Möglichkeit, ihren Content innerhalb unserer Community in Geld zu verwandeln", wird MySpace-Music-President Courtney Hold vom britischen Guardian zitiert. Über das vor kurzem gestartete "Artist Dashboard" könnten die Plattenfirmen zudem einen bisher ungeahnten Einblick in die Hörgewohnheiten der Fans ihrer Künstler gewinnen.

Alle großen Indie-Distributoren an Bord

"Die Einigung mit Merlin ist ein wichtiger Schritt für MySpace Music, da die Organisation zehn Prozent der Independent-Labels weltweit und eine Vielzahl bekannter Künstler vertritt", stellt Mats Wappmann, Sprecher von MySpace Deutschland, gegenüber pressetext fest. Beispiele hierfür seien etwa neben den oben genannten Künstlern unter anderem auch Björk, Franz Ferdinand oder Basemant Jaxx. "Mit Merlin und The Orchard, Nettwerk Music Group, INgrooves, IRIS Distribution und RoyaltyShare sind nun alle großen Indie-Distributoren bei MySpace Music an Bord", betont Wappmann.

Europa muss noch warten

Dem MySpace-Sprecher zufolge verknüpfe MySpace Music "eine der weltweit größten Online-Communitys mit mehr als 125 Mio. Unique Usern mit dem größten Musikkatalog der Welt". Zurzeit ist der Online-Service allerdings ausschließlich in den USA, Australien und Neuseeland verfügbar. "Für Großbritannien ist der Launch des Musikdienstes für Dezember geplant. Der Start in Deutschland ist abhängig von einer Einigung mit der GEMA", so Wappmann abschließend. (pte)

 

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