Einatmen von Treibstoffdämpfen macht aggressiv

24. November 2009, 13:52
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Zumindest im Versuch mit Ratten - Forscher beobachteten Veränderungen bei neurochemischen Vorgängen

London - Es gibt einen Zusammenhang zwischen Treibstoffdämpfen und aggressivem Verhalten - zumindest im Tierversuchen konnten haben Wissenschafter diesen Bezug nachgewiesen. Dies könnte bedeuten, dass gasförmiges Benzin auch die Aggressivität von Menschen steigern, erklärte die ägyptische Forscherin Amal Kinawy in ihrer am Dienstag im britischen Fachblatt BMC Physiology veröffentlichten Untersuchung.

Kinawy beobachtete das Verhalten von Ratten, die saubere Luft einatmeten, sowie von Ratten, die Dämpfe von bleihaltigem beziehungsweise bleifreiem Treibstoff einatmeten. Dabei zeigte sich, dass die "Benzinratten" öfter eine angriffslustige Haltung annahmen und auch öfter angriffen als jene, die saubere Luft atmeten.

Veränderungen im Nervensystem

Das Einatmen von Dämpfen aus bleifreiem Benzin führte der Untersuchung zufolge zu Veränderungen im Nervensystem. Die Gehirnzellen der Ratten wirkten laut Kinawy, als ob sie durch besondere Moleküle - sogenannte freie Radikale - beschädigt worden seien. Insbesondere kam es zu Veränderungen bei der Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin, Norepinephrin und Serotonin. "Millionen Menschen sind täglich Benzindämpfen ausgesetzt, wenn sie ihr Auto volltanken", erklärte die Forscherin. In Entwicklungsländern sei das "Schnüffeln" von Benzindämpfen zudem ein gängiges Rauschmittel. (red/APA)

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