Glühende Akkuschrauber

23. November 2009, 18:57
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Dieser Tage ging im Wiener Ferry Dusika Hallenstadion das erste Akkuschrauber-Rennen über die Bühne

Wien - Am Sonntag ist im Wiener Ferry Dusika Hallenstadion das erste Akkuschrauber-Rennen "Conrad Akkurace" über die Bühne gegangen. 30 Teams aus ganz Österreich traten an und fuhren auf einer 250 Meter langen Strecke mit selbst gebauten Fahrzeugen um die Wette. Einzige Voraussetzung für die Teilnehmer: Die Rennflitzer durften ausschließlich mit zwei Akkuschraubern angetrieben werden. An den Start gingen private Bastler, Firmen und Schulklassen.

Beim Bau der Fahrzeuge durften die Teams ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Egal ob Fahrräder, Dreiräder, Skateboards oder Rollstühle, erlaubt war alles, was Räder hatte - Hauptsache, es wurde mit Akkuschraubern in Bewegung gesetzt. Bei der Wettfahrt galt es, möglichst schnell und unfallfrei durch den Rundkurs zu kommen. Dabei ging es teilweise recht flott zu, die Flitzer erreichten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern. Rund 500 Zuschauer verfolgten das Spektakel am Rande der Rennstrecke.

Kurvenlage muss stimmen

Für viele Fahrer war der Wettbewerb eine Herausforderung, denn sie mussten während des Rennens die Akkuschrauber am Laufen halten und ihre Fahrzeuge steuern. "Es erfordert fürchterlich viel Kraft, Gas zu geben und sich gleichzeitig in die Kurven zu legen", erzählte Irmi Lüftenegger vom Team "Almstubn" aus dem Salzburger Lungau. Ihr "Almcruiser" wurde von einer Promi-Jury - bestehend aus dem Radiomoderator Harry Raithofer, ATV-Wetterlady Regina Kail und Austria's Next Topmodel 2009 Larissa Marolt - zum originellsten Fahrzeug des Rennens gekürt. Das orangefarbene Dreirad mit Lenker wurde nach einem einzigen Kriterium gebaut: "Die Kurvenlage musste stimmen", so die Salzburgerin.

Juror Raithofer zeigte sich vom Akkurace begeistert: "Es ist spannender als die meisten Autorennen im Fernsehen, weil hier ständig etwas passiert." So bereitete zum Beispiel der außergewöhnliche Antrieb des öfteren Schwierigkeiten: Einige Fahrer mussten bereits kurz nach dem Start das Feld räumen, da die Schrauber im entscheidenden Moment versagten.

Viele Teams bastelten monatelang an ihren Fahrzeugen: "Wir haben seit Sommer daran gebaut", erzählte Michael Tschiedel vom Schulteam "FerrAKKU". Allein drei Tage lang werkten der Wiener und sein Team am Antrieb ihres Nachbaus eines Formel-1-Autos. Zum Sieg reichte es für die Mannschaft aber nicht, der Titel "Akkuracer 2009" ging an das steirische Team "Funenergy". Die Veranstalter planen im kommenden Jahr eine Neuauflage des Rennens. (APA)

 

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