Douglas-Übernahme durch Müller kein Thema

30. November 2009, 09:55
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Meint Douglas-Chef Henning Kreke - Drogeriemarktkette hatte jüngst Beteiligung an dem Handelskonzern bekanntgegeben

Frankfurt - Der Handelskonzern Douglas sieht sich durch den Einstieg der Drogeriemarktkette Müller nicht bedroht. Eine Übernahme durch Müller stehe "ganz bestimmt" nicht bevor, sagte Douglas-Chef Henning Kreke dem Magazin "WirtschaftsWoche" laut Vorausbericht vom Samstag. "Die Familien Kreke/Eklöh sowie die Oetker-Gruppe sind seit über 40 Jahren mehrheitlich an der Douglas-Gruppe beteiligt und beabsichtigen, ihre Aktien auch weiterhin langfristig zu halten und das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln", machte der Manager deutlich.

Der Unternehmer Erwin Müller hatte jüngst eine Beteiligung von drei Prozent bekanntgegeben. Medienberichten zufolge plant er eine Aufstockung auf 18 Prozent. Douglas-Aufsichtsratschef Jörn Kreke und Vorstandschef Henning Kreke gehören zusammen gut zwölf Prozent der Aktien. Gemeinsam mit der Gründerfamilie Eklöh kommen sie auf über 30 Prozent. Oetker hält knapp 26 Prozent.

Einsparungen

Müller verspricht sich von einer Kooperation mit dem Handelskonzern Einsparungen in Einkauf und Logistik. Der Douglas-Chef äußerte sich dazu ablehnend. "Die Beteiligung von Müller hat keinen Einfluss auf unser operatives Geschäft", sagte Henning Kreke gegenüber dem Magazin. "Nebenbei bemerkt ist die Douglas-Gruppe ordentlich aufgestellt - auch im Einkauf und in der Logistik. Wir sehen keinen Bedarf, uns umzuorientieren." (APA)

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