Mangel an weiblicher Erotik

25. November 2009, 15:56
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Deutscher Modedesigner wünscht sich erdige und emanzipierte Frauen

München - Der deutsche Modedesigner Wolfgang Joop ist mit dem modernen Frauentyp unzufrieden. "Heute kann man die Mütter nicht mehr von ihren Töchtern unterscheiden. Alle tragen die gleiche Talkshow-Fashion und sehen aus wie Victoria Beckham", kritisierte er in der Zeitschrift "Bunte". "Mir ist einfach die Erotik der Frauen abhandengekommen."

Als Beispiel für sein Frauenideal nannte Joop die Schauspielerin Marianne Sägebrecht. Er sei mit erdigen Frauen aufgewachsen. "Die hatten Kopftücher auf dem Kopf und Körbe voller Holz im Arm, sie waren emanzipiert und beschäftigt." In den 1970er Jahren hätten die Fotos von Helmut Newton und die Entwürfe des Modemachers Yves Saint Laurent sein Bild von Frauen geprägt, "cool, stark und fordernd".

Frauen dürften mit ihrer Kleidung irritieren, Männer nicht, sagte Joop weiter. "Theoretisch" gefalle ihm Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU): "Alter Adel, gut erzogen, wirkt energetisch. Nur das Gesicht erschließt sich mir nicht." Für Außenminister Guido Westerwelle (FDP) müsse "man sich auch nicht schämen. Sehr geländegängig", erklärte Joop, der gerade 65 Jahre alt geworden ist. Auf die Frage, was er sich zu seinem Geburtstag wünsche, antwortete er: "Dass ich ihn gar nicht bemerke." (APA/AP)

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    Aus der neuen Wunderkind-Frühjahrkollektion von Wolfgang Joop

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