voestalpine: Analysten sehen klare Rückgänge

17. November 2009, 16:28
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Wien - Für die am Donnerstag anstehenden Halbjahreszahlen des Stahlkonzerns voestalpine erwarten Analysten ein deutliches Umsatzminus und zum Teil negative Ergebnisse. Die Konsensusschätzung der Experten der Erste Group, UniCredit und Raiffeisen Centrobank (RCB) für den Umsatz der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 lautet auf 4,156 Mrd. Euro. Zur Vorjahresperiode würde dies einen Einbruch um mehr als ein Drittel bedeuten.

Noch massivere Rückgängen werden bei den Ergebnissen gesehen. Die durchschnittliche Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt bei 315,8 Mio. Euro. Hier würde sich ein deutliches Minus von mehr als 70 Prozent errechnen. Das Betriebsergebnis (Ebit) sollte etwa bei Null liegen, nachdem in den ersten zwei Quartalen des Vorjahres noch 785,6 Mio. Euro verdient worden waren. Beim Nettoergebnis (net profit after minorities) wird ein Verlust von mehr als 100 Mio. Euro prognostiziert.

Obwohl das Geschäft im Vorjahresvergleich in allen Divisionen schwächer verlaufen sein sollte, erwarten die Analysten von der Erste im zweiten Quartal eine wesentliche Verbesserung zum 1. Quartal und wieder einen positiven operativen Gewinn (Ebit). Der kurzfristige Ausblick der voestalpine sollte laut Einschätzung eines Erste Group-Analysten positiv ausfallen. Für das dritte Quartal werden deutliche Verbesserungen gesehen.

Auch die Experten von der UniCredit erwarten im 2. Geschäftsquartal ein positives Ebit. Ermöglicht werden sollte dies durch reduzierte Kosten und einer höheren Kapazitätsauslastung.

Die RCB erwartet, dass die eigenen Schätzungen von der voestalpine übertroffen werden. Potenzial für eine Überraschung sieht die RCB vor allem im Unternehmensbereich Spezialstahl. (APA)

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