"Die sanften Wilden"

4. November 2009, 15:20
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Das Wiener Wohnbauressort und die Vienna Insurance Group präsentieren Top-Projekte der "Sanften Stadterneuerung"

Die so genannte "sanfte Stadterneuerung" hat Wien in den vergangenen 35 Jahren entscheidend geprägt. Die Bundeshauptstadt hat sich im Gegensatz zu anderen europäischen Metropolen für eine behutsame Erneuerung der historischen Bausubstanz entschieden.

Die bedeutende Rolle der Wiener Gebietsbetreuungen auf diesem international anerkannten "Wiener Weg" zeichnet jetzt eine multimediale Ausstellung des Architekturzentrums Wien nach. Im Wiener Ringturm werden anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums der Gebietsbetreuungen ihre vielfältigsten und mutigsten Projekte gezeigt.

"Wien ist heute im Bereich der Lebensqualität weltweit führend. Dazu hat auch die 'Sanfte Stadterneuerung' ganz wesentlich beigetragen. Denn das Flair historischer Viertel wurde erhalten und die Wohn- und Lebensqualität deutlich gesteigert", erklärte Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Die "Sanfte Stadterneuerung" sei ein "work in progress", entwickle sich permanent weiter, so der Ressortchef, der die Ausstellung am Dienstag gemeinsam mit dem Konzernchef der Vienna Insurance Group, Günter Geyer, Heidrun Feigelfeld von der SRZ Stadt + Regionalforschung GmbH sowie den beiden Kuratorinnen Christiane Feuerstein und Angelika Fitz eröffnete.

Berlin, Paris, Amsterdam

Mitte der 1970er Jahre zählte Wien 300.000 Substandardwohnungen. Ein Drittel der Bevölkerung lebte ohne eigenes Bad und WC. Heute ist diese Zahl auf etwa 50.000 Wohnungen gesunken, ohne dass historische Viertel wie in anderen Großstädten flächenhaft abgerissen wurden. Mit umfangreichen Sanierungsförderungen sowie der kontinuierlichen Beratung und Begleitung durch bürgernahe Gebietsbetreuungsbüros in den Gründerzeit-Bezirken gelang es, große Teile der überalterten Bausubstanz behutsam zu modernisieren, ohne die angestammte Bevölkerung dadurch zu verdrängen.

Auch internationale Beispiele wurden in die Ausstellung integriert. Dabei fiel die Auswahl auf Projekte aus Berlin, Paris und Amsterdam, wobei die Beispiele Paris und Amsterdam aus jeweiligen Projektkooperationen zwischen Wien und den Partnerstädten entstanden sind. (red)

Service

Die Ausstellung läuft bis 8. Jänner 2010 und ist zu sehen im Ringturm, Schottenring 30, 1010 Wien.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

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