Spielräume für kommende Generationen

28. Oktober 2009, 18:22
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Vorschlag: Alltagstauglichkeit langfristig definieren

Alltagstauglichkeit ist gut. Aber für eine Tischgruppe, die beim Wohnsymposium Vorschläge ausarbeitete, ist dies nicht genug. Ein Wohnbau müsse für verschiedene Alltage tauglich sein und für zukünftige Generationen von Bewohnern, sagt Tischsprecher Klaus Wolfinger, Geschäftsführer des Projektentwicklers Kallco, im Standard-Gespräch. Dies erfordere vom Bauträger Kreativität und gute Kooperation mit den Bewohnern.

"Es reicht nicht aus, das fertige Haus hinzustellen, es muss auch ein Gemeinschaftsgeschehen stattfinden. Im Idealfall entwickeln das die Bewohner selbst, aber der Bauträger muss solche Prozesse ermöglichen." Trotz Mehrkosten seien etwa breite Gänge für Nachbargespräche notwendig.

Der Entwickler müsse vor allem langfristig denken und Spielräume schaffen, sagt Wolfinger. "Er will bestimmte Qualitäten entwickeln, aber nachhaltig wird es erst, wenn er nicht nur die ersten Mieter glücklich macht, sondern auch die in späteren Jahrzehnten. Und es wandeln sich die Qualitäten."

Der Tischvorschlag "Alltagstauglich über Generationen" wurde jedenfalls mit einem gewaltigen Vorsprung auf dem Symposium zum Sieger gekürt. (ef, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.10.2009)

  • Kallco-Geschäftsführer Klaus Wolfinger.

    Kallco-Geschäftsführer Klaus Wolfinger.

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