Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes im Streik

28. Oktober 2009, 17:37
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Arbeitsniederlegung einen Monat nach Massaker

Conakry - Einen Monat nach dem von Soldaten verübten Massaker an Demonstranten im westafrikanischen Guinea haben nach Oppositionsangaben Zehntausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes einen Streikaufruf in dem westafrikanischen Land befolgt. Die meisten der 97.000 Bediensteten hätten sich an dem Streik beteiligt, sagte Oppositionssprecher Mohamed Camara am Mittwoch.

Nach Angaben einer guineischen Menschenrechtsgruppe wurden am 28. September in der Hauptstadt Conakry 157 Menschen getötet, als Soldaten gegen Demonstranten vorgingen. Die Regierung spricht von 57 Toten. Der Organisation Human Rights Watch zufolge wurden damals zudem Dutzende Demonstrantinnen aus dem Stadion verschleppt und über mehrere Tage von uniformierten Männern vergewaltigt. Die in Guinea regierende Militärjunta hat "unkontrollierte Elemente" in den Streitkräften für die Tötungen und Vergewaltigungen verantwortlich gemacht. (APA/AP)

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