Kommunalkredit spaltet sich ab

27. Oktober 2009, 15:27
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Sonder-Hauptversammlung am 17. November

Wien - In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 17. November 2009 wird bei der vor gut einem Jahr notverstaatlichten Kommunalkredit eine Neustrukturierung beschlossen - im Wesentlichen die Abspaltung des krisenbehafteten bzw. nicht-strategischen Wertpapier-Bestands. Auch die einstigen "Zypern"-Operationen liegen dann in der Sondergesellschaft.

Genaugenommen wird in dem Fall technisch die "gesunde" Bank auf eine eigene Gesellschaft abgespaltet, und zwar in eine bestehende Tochter namens Kommunalkredit Depotbank AG. Die künftige "Kommunalkredit neu". Die soll, um die Altlasten bereinigt, in wenigen Jahren wieder Gewinne machen und verkaufsreif gemacht werden.

Die Aufteilung in eine "Sondergesellschaft" sowie in eine "Kommunalkredit neu" ist ein Teil der Restrukturierung der Kommunalkredit, die noch von der EU-Kommission genehmigt werden muss. In der Sondergesellschaft - einer Art Bad Bank -, soll über die nächsten Jahre u.a. das CDS-Portfolio abgebaut werden. In der Kommunalkredit neu ist künftig das strategisch wichtige Kerngeschäft, das kommunale und infrastrukturnahe Projektgeschäft, konzentriert.

Seit der Staat in einer Not-Aktion Ende 2008 die Hauptaktionäre der in Schieflage geratenen Kommunalkredit AG (ÖVAG, Dexia) abgelöst hat, ist die Hauptversammlung ein amtlicher Formalakt. Neben der Republik ist nur mehr der Gemeindebund (mit 0,2 Prozent) beteiligt.

Neben einer Neufassung der Satzung (Änderung von Firmenwortlaut und Unternehmensgegenstand) stehen auch Beschlüsse über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates für den Zeitraum 1.1.2009 bis 30.6.2009 an. (APA)

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