Entscheidung über EU-Kommissar "in Tagen oder Wochen"

26. Oktober 2009, 18:32
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Faymann dementiert Einigung mit Josef Pröll

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann hat am Wochenende am Rande des SPÖ-Parteitags im Burgenland erklärt, dass eine Entscheidung, wer österreichischer EU-Kommissar wird, erst "in etwa zwei Wochen fallen" wird. Außenminister Michael Spindelegger sprach sogar von einem Entscheid "in den nächsten Tagen".

Faymann widersprach damit Zeitungsberichten, wonach es Freitag bei einem vertraulichen Gespräch mit ÖVP-Chef Josef Pröll eine Einigung auf Wissenschaftsminister Johannes Hahn gegeben habe, der Forschungskommissar werden sollte. Die Forschung dürfte auch beim Slowenen Janez Potoènik bleiben, der von Laibach wieder nominiert wurde.

Pröll hatte Freitagabend zwar das Treffen bestätigt, aber betont, dass es keine Einigung gegeben habe. Laut Faymann sei der Name Hahn in dem Gespräch zumindest gefallen. Der ÖVP-Chef bedauerte im Österreich-Interview die Art, wie der Prozess ablaufe. Er gehe nach wie vor davon aus, dass "die Chance für ein gutes Ressort für Österreich aufrecht" sei. Eine sachlichere Behandlung des Themas wäre ihm lieber gewesen, kritisierte Pröll den Koalitionspartner: "Optimal waren die vielen Nebengeräusche sicher nicht." (Thomas Mayer, DER STANDARD/Printausgabe, 27.10.2009)

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