Rechtsextreme schickten Baskenpolitikerin Pistolenkugel: fünf Festnahmen

23. Oktober 2009, 12:15
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Organisation "Falange und Tradition" schändete auch Gedenkstätten für Opfer der Franco-Diktatur

Pamplona - Die spanische Polizei hat fünf Rechtsradikale festgenommen, die einer militanten Organisation angehören sollen. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, stehen die Festgenommenen im Verdacht, an Aktionen einer rechtsextremen Gruppierung namens "Falange und Tradition" beteiligt gewesen zu sein.

Die Organisation hatte sich Ende September in einem Kommunique dazu bekannt, Gedenkstätten für Opfer der Franco-Diktatur (1939-1975) geschändet zu haben. Außerdem hatte sie sich gerühmt, im Baskenland und der Nachbarregion Navarra Anhänger linker und separatistischer Organisationen bedroht zu haben.

Einer baskischen Politikerin schickte sie einen Drohbrief, dem eine Pistolenkugel beigelegt war. Die Festnahmen erfolgten in Nordspanien in Navarra und der Provinz Saragossa. Die Falange war die Staatspartei des Franco-Regimes gewesen. (APA)

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