"Frustikus" - Wenn Produkte den Nerv töten

22. Oktober 2009, 13:13
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Der "Preis für Unbenutzbarkeit" wird im Oktober erstmals verliehen

Wien - Wenig Freude werden die künftigen Preisträger der neuen und erstmals ausgeschriebenen Auszeichnung "Frustikus" haben. Es sollen nämlich Produkte prämiert werden, welche zwar prinzipiell funktionieren, also kein Fall für Gewährleistungen sind, aber dennoch in der Anwendung gehörig den Nerv töten können. Unter "http://www.frustikus.at" kann jeder Kandidaten einreichen, die Prämierung erfolgt am 12. November in Wien.

Initiiert wurde der "Frustikus" vom Verein "Berufsverband der deutschsprachigen Usability Professionals". Einreichungen sind für die Kategorien "Geräte", "Software", "Websites" oder "Kundenservices". Eine Jury aus Mitgliedern des Instituts für Gestaltungs- und Wirkungsforschung der Technischen Universität (TU) Wien und des Vereins wird aus den Einsendungen die Preisträger prämieren.

Klassische Kandidaten

"Klassische Kandidaten sind etwa Produkte, bei denen die einfachsten Dinge nicht funktionieren, bevor man das Handbuch eingehend studiert hat", erklärte Max Scheugl vom Berufsverband der deutschsprachigen Usability Professionals. Noch nerviger wird es, wenn auch die Gebrauchsanweisung nichts nutzt und das Produkt erst nach eingehenden Konsultationen über Hotlines in Betrieb genommen werden kann.

Auf der Homepage für den Frustikus finden sich bereits zahlreiche Einreichungen, darunter etwa "Die mühsame Warterei am Bankomaten", "ÖBB: Der lange Weg zum Zugticket" oder schlicht "windows xp rechner". (APA)

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