Jedes fünfte Baby ohne Impfschutz

21. Oktober 2009, 16:05
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Impfraten so hoch wie nie zuvor - 24 Millionen Kinder erhalten wichtige Vakzine nicht

Wien/Washington - Mehr Kinder als jemals zuvor werden heute geimpft, im Jahr 2008 waren es 106 Millionen. Das geht aus dem jüngsten Welt-Impfbericht von UNICEF, WHO und der Weltbank hervor. Gleichzeitig sind jedoch weiterhin Millionen Leben von Kindern durch vermeidbare Krankheiten gefährdet: Jedes fünfte Kind (insgesamt 24 Millionen) erhält nicht jene Vakzine, die es für Überleben und gesundes Aufwachsen braucht.

Die weltweiten Impfraten sind heute so hoch wie noch nie zuvor und die Entwicklung neuer Impfstoffe boomt. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Reports "The State of the World's Vaccines and Immunization". Vakzine gegen Tuberkulose, Masern, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und Haemophilus Influenzae verhindern jedes Jahr 2,5 Millionen Todesfälle. Allein die Opfer durch Masern konnten von etwa 750.000 im Jahr 2000 auf 197.000 im Jahr 2007 reduziert werden.

Finanzierungslücke schließen

Mindestens eine Milliarde Dollar wäre zusätzlich jährlich notwendig, um sicherzustellen, dass alle Kinder in den 72 ärmsten Ländern der Welt die existierenden und neuen Impfstoffe erhalten. Der Report ruft Geberländer auf, die Finanzierungslücke zu schließen. Eine Erhöhung der weltweiten durchschnittlichen Impfrate bis zum Jahr 2015 auf 90 Prozent würde 2,5 Millionen Kinderleben pro Jahr retten.

Momentan sind etwa 120 Impfstoffe erhältlich, während der vergangenen Jahre wurden wichtige Vakzine gegen Meningokokken, Rotaviren, Pneumokokken und Humane Papillomaviren entwickelt. Zusätzlich befinden sich etwa 80 neue Produkte in den letzten Stadien klinischer Tests. UNICEF will alle Buben und Mädchen vor den sechs gefährlichsten Infektionskrankheiten schützen: Polio, Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Tetanus und Tuberkulose. (APA)

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