Das Knigge-Game. Endlich.

9. Juni 2009, 19:58
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Gutes Benehmen für Videospieler: "Serious Game" versucht mit Etikette-Regeln zu punkten. Ein Nischenprodukt.

 

Endlich gibt es einen Ausweg für Hardcore-Gamer, die immerzu spielend zu Hause sitzen und sich nur von Pizza und Bier ernähren. Die sich keine neue Kleidung mehr kaufen, sondern grundsätzlich nur mehr in Unterwäsche am Chefsessel vor dem Gamer-Keyboard sitzen; deren Smalltalkfähigkeit nicht mehr über Game-Zitate hinauskommt und nach einem Ausflug auf die Toilette "The Bomb has been planted" rufen. Die …

Auch sie müssen nicht auf gesellschaftliche Umgangsformen verzichten. Mit dem neuen "Serious Game" von RTL Playtainment können auch sie "seriös" werden. Mit "21 einfallsreichen Minispielen, unterschiedlichen Spielprinzipien und mehr als 3.300 verschiedene Aufgaben" endlich gesellschaftliche Akzeptanz finden. Endlich auch vom Hausmeister freundlich gegrüßt werden, weil man ihm statt "Come get some!" oder "But our princess is in another castle!" ein herzhaftes "Gott zum Gruße" entgegengeschmettert hat. Was erst die Gamer-Girls sagen werden, verbeugt sich der Pro im Smoking mit Querbinder (und nicht mit Krawatte, siehe Bild)...

Das Spiel, das in Zusammenarbeit mit Moritz Freiherr Knigge, Nachfahre von Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752 – 1796) entsteht, heißt auch so: "Knigge – Spielend zum guten Benehmen".

Das war eine kleine Werbeeinschaltung der Spielhölle, um die Zielgruppe des ambitionierten Titel auszuweiten und vor einem Nischendasein zu bewahren. Auf dass es den erhofften reißenden Absatz findet.

Und wo bleibt das Game von Thomas "der Krocha" Schäfer-Elmayer? www.youtube.com/watch?v=t8IF-ALngv4

("Knigge – Spielend zum guten Benehmen".zu erwarten im 3. Quartal 2009, Preis von 39,99 EUR; Foto: RTL Entertainment)

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