Verfolgt von Vin Diesel

30. März 2009, 20:25
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Das Game "Wheelman" schafft es trotz Barcelona als Spielkulisse nicht, ein cooles Actionambiente aufzubauen.

Was ist noch alberner als ein Vin-Diesel-Film? Richtig, ein Spiel mit Vin Diesel. Der Gott aller Angeber und legitime Nachfolger von Chuck Norris hat dazu beigetragen, dass die Leute weg vom Fernsehen Richtung Videospielen flüchten. Und jetzt verfolgt er sie auch in dieses Refugium. Vin Diesel hat kein Erbarmen.

Das Actiongame "Wheelman", das vor ein paar Tagen erschienen ist, mischt die Film-Vergangenheit von "XXX" (Agent gegen europäische Superverbrecher) und "The Fast and the Furious" (Missbrauch schneller Autos) neu auf. Spielerisch handelt es sich um eine Mischung aus "GTA", aber nicht ganz zu offen, und "Burnout", aber mit mehr Actioneinlagen abseits der Raserei. Die Story ist ungefähr so gestrickt wie in "Mercenaries 2". Was egal ist, weils vor allem um effektheischendes Zerstören von Autos geht.

Dass als Kulisse des Wahnsinns jene von Barcelona missbraucht wird, kann man dem Titel noch zugutehalten. Das allerwichtigste bei solchen Inszenierungen, im Spiel wie im Film - und was gerade Vin Diesel braucht wie seinen Bizeps, ist eine gewisse Selbstironie, die mitschwingen muss. Im Film funktioniert das manchmal. Angesichts der platten Dialoge im Spiel ist das nur zu schaffen, indem man ihn in lahme Kleinwägen setzt. Siehe Bild.

Ubisoft meint in einer Aussendung, dass das Spiel eh nicht super subversiv, smart oder intellektuell sein will - "Sommerunterhaltung im Blockbusterstil". Der Sommer ist lustig, dieser Vin Diesel nicht.

 

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