Fiedler erwartete Okay zu Sparpaket

19. Oktober 2009, 18:27
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"Mischung aus Angst und mangelndem Widerstand"

Wien - Vorige Woche legte Heinz Fiedler sich und die Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe noch quer gegen das ausverhandelte 22,5-Millionen-Sparpaket für das ORF-Personal. Am Dienstag rechnet er mit dessen Annahme, sagt Fiedler dem STANDARD.

Warum nun? "Die Mischung aus Angst und mangelnder Widerstandskraft wird mit Sicherheit zu einer Annahme des Verhandelten führen", sagt Fiedler. Dienstag tagte die Führung der Gewerkschaft, zuständig für die ältesten ORF-Dienstverträge (FBV); dann der Zentralbetriebsrat. Das Paket wurde von beiden Gremien abgesegnet. Wie berichtet, werden ORF-Feiertage gestrichen, Pensionszuschüsse gekappt, Überstundenregeln vereinheitlicht.

Fiedlers Widerstand fördert intern Freundlichkeiten über den früheren schwarzen Betriebsratskaiser: Er wechsle aus der FBV in den ORF-Kollektivvertrag. Das tun Langzeit-ORFler für höhere, steuerbegünstigte Abfertigung (in Größen von 25 Monatsgehältern). Und das regt Spekulation über vorzeitige Abfertigung oder Abgang Fiedlers an.

Vorzeitige Abfertigung aber geht nicht, sagen profunde ORF-Juristen. Fiedler ist zudem seit "vielen Jahren" schon im Kollektivvertrag. Und er hat zwar "im Freundeskreis nachgedacht, wie lange ich mir das noch antue." Und? "Ich denke nicht daran." (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 20.10.2009)

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    Heinz Fiedler (rechts) verhandelt mit ORF-Chef Alexander Wrabetz.

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