Obama warnt vor Kostensteigerungen

17. Oktober 2009, 15:17
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Verteidigt geplante Reform gegen Kritik: "Kosten für US-Wirtschaft wären verheerend"

Washington - US-Präsident Barack Obama hat Kritik an seiner geplanten Gesundheitsreform zurückgewiesen und eindringlich vor Kostensteigerungen im Gesundheitswesen gewarnt. "Wenn wir nicht handeln, werden diese Kosten für die US-Wirtschaft verheerend sein", sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache. Seit Jahrzehnten schwächten die steigenden Ausgaben Familien, Unternehmen und die Wirtschaft, die Versicherungen hingegen täten alles, um eine Reform zu verhindern, sagte Obama.

Der Präsident lobte ausdrücklich die Abstimmung im Finanzausschuss des Senats in dieser Woche, bei der sich eine Mehrheit der Senatoren für eine Gesundheitsreform aussprach. Auch eine Republikanerin hatte der Gesetzesvorlage zugestimmt, die Millionen unversicherten Amerikanern Zugang zu einer Krankenversicherung gewähren soll. Die Gesundheitslobby sprach sich jedoch vehement gegen das Gesetz aus - und startete eine negative Werbekampagne.

Obama bezog sich in seiner Ansprache indirekt auf die Negativkampagne. Die Gesundheitsindustrie sende "täuschende und unehrliche" Werbebotschaften, kritisierte der Präsident. Geld und Lobbyisten würden auf den Kapitolshügel geschickt und Studien finanziert, "um das amerikanische Volk in die Irre zu führen". Die Gesundheitsreform ist in den USA sehr umstritten. Sie ist eines der wichtigsten Reformvorhaben der Regierung Obama. (APA/AP) 

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