Faymann fehlt bei "Haus der EU"-Eröffnung

16. Oktober 2009, 10:49
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Sprecherin des Bundeskanzlers: "Terminlich nicht möglich"

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann hat der Eröffnung des Hauses der Europäischen Union in der Wiener Innenstadt am heutigen Freitag nicht beigewohnt. "Es war terminlich nicht möglich", erklärte Sprecherin Angelika Feigl sein Fernbleiben von der prominent besetzten Feierlichkeit. Neben Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso waren EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek und Bundespräsident Heinz Fischer anwesend. Die Regierung war mit Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll und Außenminister Michael Spindelegger vertreten

Das mit allem Drum und Dran (Bundeshymne, Ode an die Freude, Mädchenchor der Europäischen Mittelschule Neustift...) inaugurierte Gebäude befindet sich am Standort der ehemaligen ÖGB-Zentrale in der Wipplingerstraße 35, Wien-Innere Stadt, und beherbergt nicht nur die Österreich-Vertretung der EU-Kommission, sondern auch das Informationsbüro des Europäischen Parlaments. Dies sei auch "ein Zeichen der exzellenten Kooperation zwischen Kommission und EU-Parlament", erklärte Barroso.

Kommissarsfrage weiterhin Hauptthema

Als große Themen der Unterredungen der Regierung mit der EU-Spitze in Wien gelten weiterhin die Kommissarsfrage und der blockierte EU-Reformvertrag. Faymann habe "Barroso bereits gestern getroffen und kommt mit Buzek heute (16.00 Uhr) zusammen", meinte die Kanzlersprecherin lapidar.

Für Kontroversen sorgte der Verzicht der SPÖ auf den Kommissarsposten zugunsten der ÖVP. Je nachdem welches Ressort Barroso Österreich anbietet, gelten nun der Ex-ÖVP-Chef und frühere Finanz- und Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer oder die scheidende EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner als Favoriten. (APA)

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    Neben Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso (li.) und Bundespräsident Heinz Fischer werden zur Eröffnung des Haus der EU der EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek erwartet.

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