Proteste gegen geplante Hinrichtung

13. Oktober 2009, 11:02
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Präsident Lukaschenko nahm von Begnadigung Abstand

Tatarja - Menschenrechtsgruppen und europäische Politiker protestieren gegen die geplante Hinrichtung eines 30-jährigen Angehörigen der Roma-Bevölkerungsgruppe in Weißrussland. Wassili Juseptschuk wurde wegen Raubmordes an sechs älteren Frauen verurteilt. Präsident Alexander Lukaschenko ließ am Montag um Mitternacht die letzte Frist für eine Begnadigung des Verurteilten verstreichen.

Juseptschuk soll mit einem Genickschuss getötet werden. Wie zu Zeiten der ehemaligen Sowjetunion wurde der Zeitpunkt der Exekution geheim gehalten. Selbst die Familie des Hingerichteten wird nie erfahren, wann er exekutiert und wo er begraben wurde.

Amnesty International kritisierte, dass Weißrussland das einzige Land in Europa sei, in dem es noch Hinrichtungen gebe. Die Anwälte des Verurteilten erklärten, der Analphabet Juseptschuk sei mit Folter zu einem falschen Geständnis gezwungen worden.(APA/AP)

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