Frankreich retourniert Freskenfragmente

9. Oktober 2009, 19:30
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Louvre in Paris hatte Artefakte aus der Pharaonenzeit "gutgläubig" erworben

Paris - Frankreich beugt sich dem heftigen Druck aus Ägypten und gibt wertvolle Kunstschätze zurück: Der Wissenschaftsrat der Sammlungen französischer Museen billigte am Freitag einstimmig ein entsprechendes Rückführungs-Vorhaben des Louvre, teilte das Kulturministerium in Paris mit.

Bei den Kunstschätzen handelt es sich um fünf Fragmente von Wandmalereien, die in den 80er Jahren aus einem Grab in Nähe der Stadt Luxor gestohlen wurden. Die Fresken aus der 18. Dynastie sind derzeit im Louvre zu sehen, der rund 5.000 Objekte höchster Qualität in seiner ägyptologischen Abteilung ausstellt. Nach Angaben des Kulturministeriums wurden sie in den Jahren 2000 und 2003 guten Glaubens gekauft.

Zuvor Kritik aus Ägypten

Kurz vor der Entscheidung über die Rückgabe hatte die ägyptische Altertümerverwaltung (Supreme Council of Antiquities, SCA) in einer Pressemitteilung verkündet, dass Ägypten seine Beziehungen zum Louvre einstellen werde, weil sich das Pariser Museum weigere, gestohlene Artefakte aus der Pharaonenzeit zurückzugeben.

Der Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass, kritisierte, der Louvre halte sich nicht an die 2002 vom SCA ins Leben gerufenen Regeln, die vorsehen, dass alle Museen gestohlene Antiquitäten zurückerstatten und kein Museum solche Werke kaufen darf. (APA/red)

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