Texas Instruments macht aus Handys Camcorder

7. Oktober 2009, 15:37
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Neuartige OMAP-Prozessoren erhöhen Foto- und Videoperformance

Texas Instruments (TI) hat seine Produktreihe OMAP-DM5x mit drei neuen Chips erweitert. Die Mikroprozessoren sollen Bilddarstellungen mit bis zu 20 Megapixel Auflösung sowie die Eigenschaften eines 720p HD-Camcorders künftig auch auf Mobiltelefone bringen. Die Chips von TI sind acht Quadratmillimeter groß und basieren auf einem Kern von ARM. Die für Multimedia-Anwendungen optimierten Prozessoren sollen speziell an die Hardware-Gegebenheiten gängiger Smartphones angepasst worden sein, heißt es von Seiten des Herstellers.

Ausstattung

Die präsentierten drei Modelle unterscheiden sich in ihrer Ausstattung. So ist das Basismodell OMAP-DM510 in der Lage, Bilder mit bis zu acht Megapixel zu berechnen und weist 128 Megabit Stacked DRAM Speicher auf. Die anderen beiden Chipvarianten OMAP-DM515 und 525 verfügen über doppelt soviel Speicher, wobei die abgespeckte Version lediglich Bilder bis zu 12 Megapixel verarbeiten kann. Alle drei Prozessoren komprimieren H.264 Videos in DVD-Qualität. Bei einer Auflösung von 1.280 mal 720 Pixel und 25 Frames pro Sekunde werden künftige Smartphones beinahe zu leistungsfähigen Camcordern. Das Leistungsvermögen von Stand-Alone-Geräten wird laut Experten jedoch nur erreicht werden, wenn auch das von den Herstellern einzubauende Kameramodul in der nötigen Qualität ausgeführt ist.

Beispielsweise soll die Smart Lighting-Technologie Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen korrigieren

Neben entsprechender Schnittstellen für Handy-Hardware erlauben OMAP-DM5x-Prozessoren eine direkte Ansteuerung eines S-Video-Ausgangs. Eine HDMI-Schnittstelle ist architektonisch jedoch nicht vorgesehen worden. Texas Instruments versucht darüber hinaus, die Lücke zu Spezialkameras über integrierte Softwarelösungen zu schließen. Beispielsweise soll die Smart Lighting-Technologie Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen korrigieren. Die Chips kommen für eine ganze Bandbreite von mobilen Hardware-Umgebungen und Betriebssystemen in Frage und werden ab kommendem Jahr in Serie produziert. Marktführer wie Palm und Nokia setzen in der Entwicklung leistungsfähiger Smartphones ohnedies schon seit Längerem auf die OMAP-Prozessorplattform von Texas Instruments. (pte)

 

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