Pakistanische Taliban kündigen Anschläge auf Hilfsorganisationen an

6. Oktober 2009, 09:37
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Bekennen sich zu Anschlag in Islamabad - Islamisten-Sprecher: UNO-Arbeit "nicht im Interesse der Muslime" tätig

Islamabad - Die pakistanischen Taliban haben sich zu dem Anschlag auf die Zentrale des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Islamabad bekannt. Ein Selbstmordattentäter hatte am Montag in der pakistanischen Hauptstadt fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Ein Taliban-Sprecher sagte am Dienstag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Associated Press, die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen in Pakistan sei "nicht im Interesse der Muslime". "Wir werden weitere Attentäter für solche Anschläge entsenden", kündigte Azam Tariq an.

Die Vereinten Nationen und die anderen ausländischen Organisationen seien "nicht im Interesse der Muslime tätig", sagte Tariq. "Wir beobachten ihre Aktivitäten. Sie sind Ungläubige." Muslimische Hilfsorganisationen würden nicht angegriffen, erklärte der Taliban-Sprecher. Als Ziele künftiger Anschläge nannte er die pakistanischen Sicherheitskräfte, Regierungsgebäude sowie US-amerikanische Einrichtungen.

Zuvor hatte der pakistanische Innenminister Rehman Malik erklärt, der Anschlag vom Montag sei vermutlich ein Racheakt für den Tod des Taliban-Führers Baitullah Mehsud gewesen. Mehsud war am 5. August bei einem US-Luftangriff getötet worden. (APA/AP)

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