Monster aller Altersstufen

5. Oktober 2009, 17:05
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Erste Handpuppen soll es in Persien gegeben haben, Marionetten bei dessen griechischen Feinden

Mit Figurentheater und seinen Anverwandten - Puppen- und Schattenspielen, Animationen und Robotern - befasst sich das Linz-09-Festival Doppelgänger (8.-21. 10.) in sieben Produktionen, darunter zwei Uraufführungen. Vegard Vinge und Ida Müller blicken in ein norwegisches Puppenheim (8. 10.).

Roman Paska nimmt den Umstand, dass Adolf Hitler und Ludwig Wittgenstein zur selben Zeit dieselbe Schule in Linz besucht haben, zum Ausgang für sein Schuljungenstück - Das Subjekt gibt es nicht (Uraufführung am 17. 10.).

Gruselig geht es auch in der Nachbarschaft zu. Holger Schober inszeniert am Eisenhandtheater in Linz sein Stück Frankensteins Sohn. Darin verschränkt der Autor die gute alte Monstergeschichte mit einem zeitgenössischen Schicksal, einem künstlich gezeugten Buben, der sich ungeliebt fühlt. Uraufführung am 8. 10.

Bei Ronald Harwood hängt ein König-Lear-Darsteller unverhältnismäßig an seinem Garderobier: Peter M. Preissler inszeniert das Stück für das Theater zum Fürchten im Stadttheater Mödling (10. 10.).

Antje Hocholdinger, die im Vorjahr Neil LaButes Autobahn auf trashige Bahnen lenkte, kümmert sich auf der Werkstattbühne des Landestheaters Niederösterreich nun um Lenchens Geheimnis. In diesem Stück Michael Endes (11. 10.) erzieht ein Mädchen seine Eltern mit unlauteren Mitteln. (afze, DER STANDARD/Printausgabe, 06.10.2009)

  • Ein Blick ins "Puppenheim"  und zugleich in die norwegische Psyche: Vegard Vinge, Ida Müller bei Linz 09.
    foto: vinge

    Ein Blick ins "Puppenheim" und zugleich in die norwegische Psyche: Vegard Vinge, Ida Müller bei Linz 09.

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