Sozialisten: Präsidentschaftskandidat per "Urwahl"

2. Oktober 2009, 14:19
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Auch Nicht-Parteimitglieder sollen sich beteiligen dürfen

Paris - Die französischen Sozialisten (PS) wollen ihren Spitzenkandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl in einer für Nichtmitglieder offenen Urwahl bestimmen. Gut zwei Drittel der Parteimitglieder hätten das Vorhaben in einer landesweiten Befragung gebilligt, teilte die Oppositionspartei am Freitag in Paris unter Berufung auf ein vorläufiges Ergebnis mit. Nach dem Beschluss ist die bisher parteiinterne Wahl des Kandidaten generell "für Bürger offen, die 2012 einen Wechsel wünschen". Im Detail muss aber noch geklärt werden, unter welchen Bedingungen die Teilnahme der Nichtmitglieder steht.

Drei Mal in Folge verloren

Die Sozialistische Partei (PS) hat seit dem Ende der Amtszeit von Francois Mitterrand 1995 drei Präsidentschaftswahlen in Folge verloren. Aufgefangen werden die unzufriedenen PS-Anhänger durch neu gebildete Parteien sowohl im linken Spektrum als auch in der Mitte, die jeweils mit eigenen, aber wenig chancenreichen Präsidentschaftskandidaten ins Rennen gehen. (APA)

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