Mindestens 16 Tote auf den Philippinen

4. Oktober 2009, 10:18
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Zweiter Wirbelsturm innerhalb von acht Tagen - Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt - Manila verfehlt

Manila - Auf den Philippinen sind bei dem zweiten Taifun innerhalb von acht Tagen sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Der Wirbelsturm "Parma" zog mit Windgeschwindigkeiten bis 175 Kilometern in der Stunde über den Norden des Inselstaats hinweg, verschonte aber diesmal die Hauptstadt Manila.

Heftige Regenfälle setzten auf der Hauptinsel Luzon weite Teile der Provinzen Cagayan und Isabela unter Wasser. Mehrere Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die Stromversorgung und das Telefonnetz brachen zusammen.

"Der Sturm hat jetzt unsere Region erreicht, und wenn er weiter zunimmt, kann das katastrophal werden", sagte Polizeisprecher Roberto Damian am Samstag aus der nördlichen Provinz Cagayan. Umgestürzte Bäume blockierten viele Straßen oder rissen Stromleitungen ab. Auch die Polizei sei betroffen. Ein Baum sei auf die größten Fahrzeuge gefallen. "Wir können im Moment nicht raus", sagte Damian.

32 Provinzen in Alarmbereitschaft

Insgesamt sind 32 Provinzen in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Katastrophenbehörden haben viele Regionen ganz geräumt und diejenigen, die sich weigerten zu gehen, gewarnt, dass sie im Falle von Überschwemmungen nicht mit schneller Hilfe rechnen können.

Der gefährliche Wirbelsturm war kurz vor dem Auftreffen auf die Küste leicht nach Norden abgedreht und verschonte zunächst die stark bewohnten Gebiete um die Hauptstadt Manila. Dort erholen sich die Menschen erst langsam von den schweren Schäden, die der Tropensturm "Ketsana" angerichtet hatte. "Die Bedrohung durch Taifun 'Parma' für uns hier in Manila ist zurückgegangen", sagte Chef-Meteorologe Nathaniel Cruz. "Das sind gute Nachrichten. Aber ich muss die Leute ganz im Norden des Landes warnen: Dort wird das Unwetter schlimmer werden." Tausende Menschen waren aus Angst vor Überschwemmungen in den vergangenen Tagen aus ihren Häusern geflohen oder von den Rettungsdiensten in Sicherheit gebracht worden.

"Ketsana"

Mit verheerenden Regenfällen hatte "Ketsana" die Philippinen vor einer Woche heimgesucht. Mehr als 80 Prozent der Hauptstadt Manila standen unter Wasser. Dort und in den umliegenden Provinzen kamen wahrscheinlich 300 Menschen ums Leben. Drei Millionen Menschen leiden unter den Folgen der schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren. (APA)

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    Soldaten bei der Verteilung von Hilfsgütern.

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